Drohung, Repression und Opportunismus: So hält Merz seine Koalition zusammen!
Bild: Olaf Kosinsky, Friedrich Merz auf dem 28. Politischen Aschermittwoch der CDU Thüringen , Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 DE
In Berlin tobt ein Machtpoker, doch der Kanzler wirkt wie die schwächste Figur auf dem Brett. Ein Regierungschef, der Kompromisse als Kapitulation lebt, verliert nicht nur das Vertrauen seiner Basis, sondern den Respekt des Landes.
Bundeskanzler als Bettvorleger linker Parteien
„Macht ist das stärkste Aphrodisiakum“, so sagte schon Henry Kissinger, um die betörende Wirkung dessen in einen bildlichen Vergleich zu packen, was sich insbesondere im politischen Berlin anhäuft. Überall dort, wo die Gelegenheit auf Einfluss und Gestaltung winkt, da ist der Übergang zu ihrem Missbrauch nicht weit. Dies belegt der aktuelle Kanzler in einer eindrücklichen Weise. Seine Amtszeit scheint von gravierenden Makeln gezeichnet, obwohl sie noch nicht einmal ein Jahr alt ist. Friedrich Merz offenbarte Unverfrorenheit schon vor dem ersten Scheitern im Bundestag, als man ihm zunächst das Vertrauen verwehrte – und ein weiterer Wahlgang nötig wurde. Er hatte sich von der SPD am Nasenring durch die Manege ziehen lassen, zu massiven Schulden vor der Aufstellung des Kabinetts durchgerungen, um sich der Mehrheit im Parlament überhaupt sicher sein zu können. Bereits ab diesem Moment war seine Karriere als Regierungschef auf Sand gebaut, begab er sich in eine Abhängigkeit von den Genossen, die diese bis heute schamlos ausnutzt.
Friedrich Merz: Kanzler unter Gnade der Linken
Momentan hat er die jungen Abgeordneten seiner Fraktion Heidi Reichinnek nicht zum Fraß vorgeworfen. Denn nur mit der Enthaltung der Linken kann er sich sicher sein, dass das die nächste Generation belastende Rentenpaket durchkommt. Da geht jemand über die sprichwörtlichen Leichen, um den Laden noch irgendwie zusammenhalten zu können. Die Koalition verbindet derzeit nur die Hassliebe aufeinander, sind Nötigung und öffentliche Schaukämpfe zum Alltag geworden. Der Sauerländer Hüne ist längst kein pragmatischer Staatsmann mehr, der Kompromisse als unvermeidbar ansieht. Sondern er präsentiert ein Muster von opportunistischer Konzentration seiner Befugnisse auf Kosten interner Kohäsion und Prinzipien. Sein Stil lässt sich mittlerweile ohne Probleme als autoritär bezeichnen, gibt er sich lediglich nachgiebig mit Blick auf Lars Klingbeil. Die erzwungene Disziplin in seinen Reihen muss als Schwäche gewertet werden, kommt er nicht ohne Repression aus, um seinen Willen durchzusetzen, seinen Traum für vier Jahre zu leben.
überheblich und unbelehrbar
Führungspsychologisch zeigt er sich in der Ausübung von Kontrolle flexibel, agiert mit interner Härte und externer Risikominimierung. Sein Auftreten entlarvt einen Kognitiven-Dissonanz-Effekt, der Abweichungen von Wahlversprechen mit Appellen an Verantwortung vor den Weltkrisen rechtfertigt, um gleichzeitig innere Konflikte abzumildern. Die Unbelehrbarkeit und Überheblichkeit des 70-Jährigen lässt Kritik an seiner Agenda an ihm abprallen, die beratungsresistente Arroganz sabotiert das Profil der Christdemokratie. Seine oftmals impulsiv wirkende Strategie bricht mit Traditionen, sie verwirrt selbst die Anhänger. In Sachen Kommunikation bietet er ein desaströses Bild. Seine Reizbarkeit, Unüberlegtheit und Reflexhaftigkeit paaren sich mit dem ohnehin bestehenden Vorwurf, er kümmere sich vor allem um äußere Angelegenheiten. Ohne jedwede Empathie distanziert er sich von der Basis, zieht sich in seinen realitätsfernen Elfenbeinturm zurück. Man ist als Journalist viel gewohnt, doch sein Charakter bleibt einigermaßen singulär.
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