Deutsche Regierung will Zuckersteuer: Mehr Geld in die Kassen, sonst kein Nutzen
Die Haushaltslöcher in Berlin werden immer größer. Und stopfen soll sie der Bürger, denn in bestimmten Bereichen zu sparen, kommt für die Regierung nicht in Frage. Deshalb soll nun eine Zuckersteuer kommen - neben weiteren Steuererhöhungen. Verkauft wird das Ganze natürlich damit, dass es ja für die Gesundheit gut sei. Doch ein Blick in Länder, in denen es derartige Steuern bereits gibt, zeigt: Der Nutzen ist sehr überschaubar.
Einst hatte Friedrich Merz vollmundig erklärt, keine neuen Schulden machen zu wollen und auch der Einführung neuer Steuern oder Steuererhöhungen erteilt er eine Absage. Dann kam das Sondervermögen - also massive neue Schulden - neue Milliardenhilfen für Kiew, sonstige Zahlungen ins Ausland und weitere Rekordausgaben für Migration, Energiewende und Aufrüstung. Der Regierung gelingt es nicht, die Ausgabenpolitik in den Griff zu bekommen - wenn gespart wird, dann nur beim Bürger und Steuerzahler. Daher wird auch die Neuverschuldung 2027 um 111 Milliarden Euro steigen und bis 2030 wird noch mehr dazukommen. Der Regierung fällt nichts anderes mehr ein, als neue Steuern.
Zuckersteuer für Krankenversicherungen
So sollen die Alkohol- und Tabaksteuer kräftig erhöht werden und zugleich soll eine Zuckersteuer eingeführt werden, wie etwa die Bild berichtet. Mit dieser Abgabe auf zuckergesüßte Getränke sollen Haushaltslöcher in den Gesetzlichen Krankenkassen gestopft werden. Nicht fällig soll die Steuer werden, wenn Süßwaren- und Limonadenhersteller den Zuckergehalt ihrer Lebensmittel reduzieren.
Zugleich erhofft man sich davon auch positive Effekte für die Gesundheit. Gegenüber Bild erklärt Kassenärzte-Chef Andreas Gassen: "Die Liste der Gesundheitsschädigungen durch übermäßigen Zuckergenuss ist lang. Gerade Kinder und Jugendliche müssen hiervor in einem präventiven Ansatz geschützt werden. Eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke kann, das zeigen die Ergebnisse anderer Länder, helfen, den Zuckergehalt zu senken und damit den Zuckerkonsum insgesamt." Zwar ist übermäßiger Zuckerkonsum nicht gesund, aber Effekte einer Steuer sind, so zeigen Beispiele, eher gering. Mehreinnahmen bleiben, ebenso wie der Erfolg für die Gesundheit meist überschaubar.
Norwegen, Nauru, Großbritannien...
Anfang 2025 überlegte der damalige österreichische grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch den Einflüsterern der WHO nachzugeben und eine Zuckersteuer einzuführen - allerdings blieb es bisher bei der Diskussion. Ein Blick auf andere Länder zeigt jedoch, der Nutzen wird deutlich überschätzt. So ist etwa der pazifische Inselstaat Nauru auch Jahre nach Einführung einer solchen Abgabe weiter eines der Länder mit der höchsten Quote von Übergewichtigen und Diabetikern. Und in Norwegen, wo man bereits 1922 eine Zuckersteuer einführte - nicht aus gesundheitlichen Erwägungen, sondern um Geld ins Staatssäckel zu spülen, ist der Effekt für die Gesundheit überschaubar.
So berichtete 2021 etwa die WHO - eine große Verfechterin einer Zuckerabgabe, dass in Norwegen der Anteil der Buben (24%) und Mädchen (22%) im Volksschulalter, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, nicht signifikant geringer war, als in vergleichbaren Ländern. Und auch das Beispiel Großbritannien - welches vor rund 10 Jahren eine Zuckersteuer einführte - zeigt: In dieser Zeit hat sich bei der Zahl übermäßig schwerer oder adipöser Kinder nichts verändert und auch Erwachsene werden faktisch immer dicker. Und dies, obwohl selbst Süßwaren- und Limonadenhersteller wegen der Abgabe den Zuckeranteil verringerten, weshalb auch die Einnahmen aus der Steuer überschaubar blieben - Der Status berichtete. Was eine solche Steuer mit Sicherheit bringt, ist mehr Bürokratie und den einen oder anderen Euro mehr für die Staatskasse.
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