Desaster mit Ansage: Geheimdienst soll Trump vor iranischen Reaktionen gewarnt haben
Mit dem Angriff auf den Iran scheinen sich die USA und Israel einen Konflikt eingetreten zu haben, der sich zunehmend ausweitet und der Kontrolle entzieht. Dabei dürften die Folgen und die Reaktionen des Iran bereits im Vorfeld absehbar gewesen sein. Zumindest legen Berichte nahe, dass der US-Geheimdienst vor iranischen Vergeltungsmaßnahmen warnte, die Trump später als überraschend darstellte.
Die Sperrung der Meerenge von Hormus oder Angriffe auf die Golfstaaten kamen nicht überraschend. Diese Ausweitung des Iran-Krieges auf weitere Staaten im Nahen Osten dürfte von US-Präsident Donald Trump und seinem Verbündeten, dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in Kauf genommen worden sein, als sie ihren Angriffskrieg unter der zweifelhaften Begründung einer präventiven Verteidigung starteten. Dies legt zumindest ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters nahe. Reuters beruft sich dabei auf Aussagen von US-Beamten, die als Quellen jedoch anonym bleiben wollen. Denn die Reaktionen des Iran auf den Angriff waren absehbar und es wurde davor gewarnt.
Hormus und Golfstaaten
So erklären ein ein US-Beamter und zwei mit US-Geheimdienstberichten vertraute Quellen, dass Trump vor seinem Iran-Abenteuer gewarnt wurde, dass iranische Vergeltungsmaßnahmen Golfstaaten bzw. jene, die der Iran für Verbündete der USA am Golf hält, treffen könnte. So hieß es in Geheimdienstanalysen , dass die Reaktionen des Iran nicht "garantiert" seien, aber sie standen unweigerlich auf der Liste der möglichen Folgen des US-israelischen Angriffs. So hieß es bisher, dass der Iran mit seinen Vergeltungsfähigkeiten die USA überrascht habe, wie etwa der Focus berichtete. Und auch Trump erklärte vor einigen Tagen, dass man geschockt über die iranischen Angriffe auf die Nachbarstaaten sei. "Niemand hat das erwartet. Wir waren schockiert", so der US-Präsident.
Konsequenzen ignoriert
Die Angriffe des Iran gegen Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait waren damit wohl alles andere als eine große Überraschung, sondern eingepreist - oder durch den Glauben, es werde schon nicht so weit kommen, ignoriert. Ebenso stellt es sich bei der Sperrung der Meerenge von Hormus dar. Laut Reuters berichten zwei Quellen, dass Trump im Vorfeld der Operation darüber informiert wurde, dass Teheran wahrscheinlich versuchen würde, die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus zu sperren. Die Quellen berichten zudem davon, dass Trump vor dem Angriff darüber informiert wurde, dass dies einen größeren regionalen Konflikt auslösen könnte.
Wiedermal ein "Irak-Vorwand"
Und auch die Begründung für den Angriff erinnert an den Irak-Krieg. Zuletzt erklärten auch demokratische US-Abgeordnete, dass ihnen keine unmittelbare Bedrohung bekannt sei, die einen Kriegseintritt der USA und Israels erforderlich gemacht hätte. Und auch Reuters berichtet, dass die Begründung der Trump-Administration, dass der Iran bald über eine Rakete verfügen würde, die das US-Festland erreichen könnte und dass er zwei bis vier Wochen benötigen würde, um eine Atombombe herzustellen, die er dann einsetzen würde, nicht durch US-Geheimdienstberichte untermauert wäre. Schon bei den US-Angriffen im vergangenen Jahr gegen den Iran wurde das Atombomben-Märchen bemüht. Medien berichteten damals unter Berufung auf US-Geheimdienste, dass die israelische Darstellung falsch sei. So erklären vier mit der Analyse vertraute Personen gegenüber CNN, dass der Iran nicht nur nicht aktiv nach einer Atomwaffe strebe, sondern auch bis zu drei Jahre davon entfernt sei, eine solche herzustellen, sowie auch ein Ziel damit anzugreifen. Dabei machen Berichte, dass der Iran kurz vor dem Bau einer Atombombe stände, regelmäßig die Runde im Blätterwald: So 1995, 2005, 2010 um nur einige Beispiele anzuführen - und jedes Mal war der Iran nur 2 bis 5 Jahre von der Bombe entfernt - Der Status berichtete.
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