Keller, CIA und feuchtes Handtuch

CDU verrät Deutschland: Nord Stream-Sprengung war 'legitim'

Politik
Bild: European Union, Philippe BUISSIN

Schon seit geraumer Zeit ist klar, dass die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines kein Angriff Russlands war, wie von Mainstream und Politik sofort erklärt wurde, sondern von "verbündeten" bzw. "befreundeten" Diensten durchgeführt wurde. Nun beginnt man allerdings mit Versuchen, den Anschlag als richtig und sogar als "Dienst für die Zivilisation" moralisch zu rechtfertigen. Besonders hervor tut sich dabei auch die CDU, die ohnehin Deutschland in einen heißen Krieg mit Russland treiben will. Aber auch ukrainische Geheimdienstleute kriegen eine Erklärplattform.

Eskalation bis hin zum heißen Krieg?

Wenn CDU-Politiker, wie die jetzige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder CDU-Chef und Kanzlerkandidat Friedrich Merz wirklich umsetzen, was sie in den vergangenen Wochen alles angekündigt und erklärt haben, dass ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Europa und auch Deutschland in einem heißen Krieg mit Russland befinden.

Ob dies im Interesse der Europäer oder der Deutschen ist, die dann die Suppe - oder angesichts des Zustandes der Bundeswehr, den Borschtsch auslöffeln müssen - darf bezweifelt werden. Aber auch an anderer Stelle zeigt sich deutlich, dass alle Interessen, aber nicht jene der Bevölkerung, durch die CDU vertreten werden. So etwa der CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler.

Nord-Stream ein "legitimes Ziel"

Bei der Debatte um die EU-Krisenvorsorge erklärte CDU-Mann Gahler in Bezug auf Nord-Stream: "Ich weiß nicht, ob es die Ukrainer waren. Aber selbst, wenn sie’s waren, ist es aus meiner Sicht ein legitimes Ziel gewesen, um Russland die Fähigkeit, Einnahmen daraus zu kreieren, zu nehmen." Gefährdung der Versorgungssicherheit, massive Teuerungen: Der CDU alles egal. Würde man die dringende Absetzung - in anderen Ländern wären solche Gestalten ohnehin nicht wählbar - derartiger Politiker als "legitimes Ziel" wegen "Landesverrats" fordern, hätte man vermutlich ebenso schnell eine Hausdurchsuchung am Hals, wie zuletzt ein Rentner für eine Meme.

Ein Grund dafür, dass die CDU wieder einmal die Maske fallen ließ, war eine vorangegangene Wortmeldung des AfD-Abgeordneten Alexander Jungbluth, der in der Debatte zum Schutz der kritischen Infrastruktur auch den Angriff auf Nord-Stream erwähnte und auch, dass etwa der jetzige polnische Außenminister den Angriff feierte: "Es waren nicht unsere angeblichen Feinde, die es gemacht haben. Es sind insbesondere die Ukrainer, die in Verdacht stehen [...] Erklären Sie mal für Ihre Fraktion, warum Sie glauben, dass unsere Feinde ein größeres Risiko als unsere angeblichen Freunde sind."

Bisher wird ohnehin ein Geheimnis um die wahren Hintergründe des Anschlags gemacht. Als der renomierte Journalist Seymour Hersh schon vor über einem Jahr über eine Beteiligung der USA berichtete, wurde er polit-medial angegriffen und urplötzlich eine ukrainische Hobbytauchergruppe aus dem Hut gezaubert, die man dann auch noch entkommen ließ. Für Jungbluth jedenfalls grenzen die 'Aussagen Gahlers an "Landesverrat".

Fremde Interessen sind wichtiger

Aber bei der CDU unter Blackrock-Merz ist eigentlich klar, dass man nicht den Interessen der Wähler dient. So ist etwa CDU-Mann Gahler Vize-Präsident bei der Europäischen Bewegung Deutschland. Deren Mutterorganisation "European Movement International", entstand 1948. Das EMI wurde laut britischen Quellen anfänglich mehrheitlich vom "American Committee on United Europe" (ACUE) finanziert. Dieses wiederum bekam Geld u.a. von der Ford-Stiftung & der Rockefeller-Stiftung. Treibende Kraft war der ehemalige US-Kriegsgeheimdienst "Office of Strategic Servies" (OSS), letztlich Vorläufer der CIA. Diese Verbindungen halfen bei der Schaffung des Europarats nach - Der Status berichtete.

Zu weiteren Organisationen mit historischen ACUE/OSS-Verbindungen zählt u.a. auch die sogenannte "Europa-Union", bei der Gahler ebenfalls Mitglied ist. Auch die "Paneuropa-Union" gehört zu seinen Netzwerken, deren langjähriger Chef Otto von Habsburg gilt als Ideengeber für Klaus Schwab zur Gründung des "Weltwirtschaftsforums" (WEF) und trat auch 1971 als Star-Redner bei dessen erstem Jahrestreffen auf. Gahler ist zudem Vorsitzender der Taiwan-Freundschaftsgruppe im EU-Parlament und bewegt sich in mehrere parteinahen Stiftungen sowie in "pro-europäischen" Thinktanks.

"Gute Sache" für "zivilisierte Welt"

Dass ziemlich zeitgleich in der Frankfurter Allgemeinen der ehemalige ukrainische Geheimdienstler Roman Tscherwinski ein Interview geben darf, den man als vermeintlichen Drahtzieher und Organisator des Nord-Stream-Anschlags präsentiert, kann eigentlich fast kein Zufall sein. Tscherwinski bestreitet zwar seine Beteiligung, darf aber den Anschlag als "gute Tat" darstellen. "Die Sprengung war gut für die Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine, schlecht hingegen für Russland", so der Ex-Geheimdienstmann, der weiter erklärt: "Für die ganze zivilisierte Welt war es eine gute Sache."

Positiv sei auch, dass durch den Anschlag Russland jährlich Einnahmen aus dem Gasgeschäft in Milliardenhöhe entgehen würden, was die Kriegskasse schmälere. Und zudem, dass nun Gas nur über die Ukraine nach Europa kommen könne und dies Putin hindere diese Pipelines zu zerstören - was aber aufgrund einer Nichtverlängerung der Transitverträge durch Kiew bald obsolet ist.

Für Deutschland, so Tscherwinski seien die Folgen des Anschlags ohnehin nicht so schlimm, es entstünden doch nur wirtschaftliche Nachteile. "Doch schauen Sie sich an, wie viele unserer Jungs täglich an der Front sterben müssen", erklärt er weiter - die Istanbuler Verhandlungen kurz nach Beginn des Krieges brach man bekanntlich ab - und gemessen an dem Blutzoll der Ukraine seien die Kosten für Deutschland unbedeutend.

Folter-Keller, CIA, feuchtes Handtuch...

Aufgrund dieser Argumentation wundert es, dass man zum "Wohle der Zivilisation" nicht auch einen Anschlag auf die USA verübte. Diese füllten immerhin mit Großeinkäufen von Uran und Brennstäben die russische Kriegskasse - Der Status berichtete. Aber dann könnte Herr Tscherwinski vermutlich nicht mehr gemütlich mit Journalisten plaudern und Interviews geben.

Stattdessen befände er sich eher irgendwo auf der Welt in irgendeinem Keller, zusammen mit ein paar CIA-Verhörexperten, einem Kanister Wasser und einem feuchten Handtuch im Gesicht - und eventuell noch ein paar Gerätschaften, die bei Befragungendes Dritten Grades für Abwechslung sorgen - oder er wäre bereits wegen Terror und Anschlagsversuchen auf kritische US-Infrastruktur liquidiert worden. Es macht eben doch einen Unterschied ob etwas im Interesse des Hegemons ist...

Und auch der Angriff auf die Infrastruktur Deutschlands dürfte eigentlich protokollarisch einen NATO-Bündnisfall gegen die Ukraine auslösen, aber da ist man wieder bei Hersh, laut dem es ein "interner Job" unter Federführung des NATO-Staates USA war. Dass im Gegenzug Deutschland "zivilisatorische Großtaten" vollbringt und aktiv die Korruption in der Ukraine bekämpft, etwa indem man kein Geld mehr schickt und damit niemanden mehr in Versuchung führt, dürfte auch nicht so schnell passieren.

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