CDU-Linksausleger Polenz: 'Demokratien sterben durch Wahlen'
Eigentlich sind Wahlen ja das Herzstück einer Demokratie, denn sie ermöglichen einen friedlichen Machtwechsel, wenn das Volk unzufrieden mit den Herrschenden ist. Allerdings nicht in jenem Zerrbild selbiger, das den aktuell herrschenden Eliten vorschwebt: Für sie ist's nämlich nur solange eine "Demokratie", wie Wahlen das ihrer Ansicht nach "richtige" Ergebnis bringen, während man Kritiker zu "Demokratiefeinden" stempelt. Ein CDU-Urgestein behauptet nun gar, dass Demokratien durch Wahlen sterben würden...
Wahlen gut, solange "richtiges Ergebnis"?
"Demokratien sterben durch Wahlen": Diesen absurd und widersprüchlich wirkenden Satz blies Ruprecht Polenz (CDU) nun in den Äther. Der Linksausleger der Union war einst sogar Generalsekretär seiner Partei, war in dieser Position aber sogar "Wir schaffen das"-Merkel zu linksliberal & konziliant. Der bekennende Transatlantiker und Bilderberger fällt immer wieder durch Standpunkte aus, die man eher bei den Grünen als einer vermeintlich konservativen Partei erwarten würde.
Dazu passend gründete er zunächst die "Union der Mitte", die u.a. eine hohe CO2-Steuer forderte und sieht sich inzwischen gar der"KlimaUnion" zugehörig. Einer seiner liebsten Reibebäume ist stets der Aufstieg der AfD. So hängte Polenz zwei Screenshots an: Den Teaser zu einem "Welt"-Artikel, wonach immer mehr Wähler der AfD Kompetenz zubilligen - und das Cover eines trumpfeindlichen Sachbuches, das den tiefen Staat und die System-Kamarilla beiderseits des Atlantiks mit "Demokratie" verwechselt.
Demokratien sterben durch Wahlen pic.twitter.com/7wobVXfCm0
— Ruprecht Polenz (@polenz_r) September 5, 2025
Wahlen "für die Demokratie" abschaffen?
Es ist kein Einzelfall jener Leute, die es sich im verzweigten Netzwerk der gegenwärtigen "Demokratiesimulation" gemütlich gemacht haben. Vor etwa zwei Jahren verblüffte WEF-"Agenda Contributor Adam Grant gar mit der Behauptung, wonach Wahlen gar "schlecht für die Demokratie" seien - Der Status berichtete. Seiner Behauptung nach, sollte man "am besten Wahlen generell abschaffen", wenn man sicherstellen wolle, das "Politiker integer sind".
Er plädierte damals für eine Art Lotterie, ähnlich der Geschworenenauswahl für Gerichtsprozesse - und zwar für alle Ebenen vom Bürgermeister bis hin zum Präsidenten. Um überhaupt Teil des Kandidaten-Pools werden zu können, schlug Grant einen "Test in Staatsbürgerkunde" vor, um die "schlechtesten Kandidaten auszusieben". Und machte keinen Hehl daraus, dass man damit unliebsame Positionen aussieben kann, etwa um "Autokraten wie Putin, Erdogan, Orban und Duterte" zu verhindern.
Auch direkte Demokratie "demokratiefeindlich"...
Zurück auf die deutsche Situation zeigt sich: Was die üblichen Verdächtigen für "unsere Demokratie" halten, sind lediglich ihre Pfründe, die bei einer politischen Wende versiegen könnten. So vollzieht man bereits regelmäßig die Mentalakrobatik, dass es sich bei der AfD-Idee, öfter mit Volksabstimmungen nach Schweizer Modell zu arbeiten, um eine "demokratiefeindliche Idee" handelt, weil damit ja nicht mehr alle Macht im Bundestag läge und der sei ja schon die demokratie Vertretung der Bürger...
Inzwischen brennt für die Altparteien der Hut. Vor dem Hintergrund von Umfragen in manchen ostdeutschen Bundesländern, welche die AfD bei 40% und damit in greifbarer Nähe einer absoluten Mehrheit sehen, will man rasch ein Verbotsverfahren einleiten. Schließlich ist man ja noch nicht so weit wie in der - einst in einer offiziellen Handreichung des deutschen Umweltministierums verbreiteten - Utopie eines radikalen finnischen Aktivisten, in der Konsumdaten demokratische Wahlen ersetzen...
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