Zustimmung zu AfD-Positionen wächst

Bürger wollen Demokratie: Mehrheit der Deutschen gegen AfD-Verbot

Politik
Symbolbild: Berthold Werner, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die wiederholten Forderungen und auch die Pläne der Altparteien, die AfD zu verbieten, stoßen laut einer aktuellen Umfrage bei den Bürgern auf wenig Verständnis. Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen ein Verbot der Partei aus. Zudem zeigt sich, dass die Themen und Positionen der AfD für die Wähler ausschlaggebend sind.

Der einseitige Kampf der herrschenden Polit-Klasse gegen die AfD, faktisch die einzige Oppositionspartei, wird von den Bürgern in Deutschland nicht positiv aufgenommen. Gerade der SPD, beziehungsweise der derzeitige Schatten der einstigen Volkspartei, die immer wieder mit Verbotsforderungen gegenüber der AfD vorprescht, sollte das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu denken geben. Denn die Umfrage zeigt deutlich, eine Mehrheit der Bürger lehnt ein Verbot ab.

Wenn Demokratie, dann richtig?

Ganze 52 Prozent der Befragten spechen sich gegen ein Verbot der Alternative aus. Lediglich 27 Prozent würden ein Verbot begrüßen und 21 Prozent sind in der Frage unentschieden. Besonders deutlich ist dabei der Unterschied zwischen Ost und West. Während in Westdeutschland immerhin noch 49 Prozent eine Forderung nach einem AfD-Verbot ablehnen, sind es in den östlichen Bundesländern, wo die AfD inzwischen eine Volkspartei geworden ist, sogar zwei Drittel - 65 Prozent - die ein Parteienverbot ablehnen. Und dies, so heißt es laut Umfrage in der FAZ, obwohl 54 Prozent die AfD als rechtsextrem einstufen würden. Wobei es auch hier ein starkes Ost-West-Gefälle gibt: Im Westen halten 58 Prozent die Partei für rechtsextrem, im Osten sind nur 35 Prozent.

Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Berichterstattung

Dabei spiele eine Rolle, dass 67 Prozent der Westdeutschen und 88 Prozent der Ostdeutschen in ihrem Bekanntenkreis Anhänger der AfD hätten, was laut FAZ auch zeige, "dass trotz jahrelanger Stigmatisierung von AfD-Sympathien diese im privaten Kreis freimütig bekannt werden". Und die Kluft zwischen Berichterstattung und Wahrnehmung kann offenbar nicht überbrückt werden. Zwar hält halt eine Mehrheit die AfD gemäß Polit-Narrativ für rechtsextrem, bei den Sympathisanten der Partei, die zum Bekanntenkreis gehören, habe man aber nur bei 5 Prozent diesen Eindruck. Zudem spricht sich die Mehrheit für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD aus, statt ein Verbot anzustreben, von dem außerdem viele den Eindruck haben, dass es sich dabei um den Versuch handelt, sich einer lästigen Konkurrenz zu entledigen.

AfD punktet mit Themen

Es zeigt sich in der Umfrage außerdem, dass die Positionen der AfD für viele Wähler den Ausschlag geben. So ist für 70 Prozent die Zuwanderungspolitik der AfD ein wichtiger Punkt für die Wahlentscheidung. Und für 80 Prozent der potentiellen AfD-Wähler spielt auch eine Rolle, dass man mit der Wahlentscheidung ein Zeichen gegen die aktuelle Politik setze wolle. 70 Prozent gaben zudem an, dass unter der Führung der anderen Parteien das Land "den Bach runter" gehe. In Ostdeutschland spielt zudem auch die Russlandpolitik eine wichtige Rolle. 58 Prozent der der dortigen Befragten sind mit der Russland-Politik der anderen Parteien unzufrieden. Im Westen waren es nur 31 Prozenz.  ein Motiv, das nur 31 Prozent der potentiellen westdeutschen Wähler anführen. Insgesamt zeigt sich, dass inzwischen jeder zweite potentielle AfD-Wähler von den Positionen der Partei überzeugt ist, vor zwei Jahren war es nur jeder Dritte. 

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