Bauernopfer oder Aufklärungsbeginn?

Bundesanwaltschaft: Mutmaßlicher ukrainischer Nord-Stream-Terror-Taucher festgenommen

Politik
Symbolbilder (3): Freepik; Komposition: Der Status.

Bisher hat sich die deutsche Bundesregierung nicht wesentlich mit Ruhm bekleckert und auch wenig Eifer gezeigt, wenn es um die Aufklärung des Terroranschlags gegen die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 ging. Doch nun meldet die Bundesanwaltschaft, dass mit Serhii K. einer der möglichen Drahtzieher des Anschlags in Italien festgenommen wurde.

Tauchlehrer, Hobbytaucher, eine Segeljacht, ein bisschen Sprengstoff, eine lustige Bootstour auf einem der bestüberwachten Gewässer und schon waren Teile der Nord-Stream-Pipelines Geschichte. So oder so ähnlich lauten zumindest bisher die offiziellen Versionen über den Anschlag. Nun ist der Generalbundesanwaltschaft ein großer Schlag gelungen. Wie man in einer Presseaussendung mitteilt, konnte man das erste Mitglied der illustren Tauergruppe verhaften

Ukrainer in Italien festgenommen

So heißt es, dass man "in der Provinz Rimini (Italien) durch Beamte der Carabinieri-Station in Misano Adriatico in enger Kooperation mit dem Dienst für Internationale Polizeiliche Zusammenarbeit" den ukrainischen Staatsbürger Serhii K. festnehmen konnte. Dieser sei aufgrund eines Europäischen Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 18. August 2025 im im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Sabotage an den "Nord Stream"-Gaspipelines gesucht worden. Bei dem Beschuldigten K. soll es sich dabei um einen der mutmaßlichen Koordinatoren der Operation handeln. K. soll nun von Italien nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Wer hatte alles Finger im Spiel?

Bisher gab es viele unterschiedliche Ansichten zu dem Anschlag. So war der amerikanische Aufdecker-Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh in Ungnade gefallen, als er über mögliche Verwicklungen der CIA und der Biden-Regierung in den Anschlag berichtete. Später wurde aus der Hobbytauchergruppe eine ukrainische Eliteeinheit und auch zumindest die Mitwisserschaft der CIA wurde, etwa durch die Washington Post zugegeben - Der Status berichtete. Später berichtete das Wall Street Journal über die angeblich echte Geschichte hinter dem Anschlag. So sollte es eine ukrainische Suff-Geschichte sein, da die Idee zur Sprengung im Rausch entstanden sei. Dabei habe Selenski habe nicht nur vom Plan gewusst, sondern diesen auch abgesegnet. Und die CIA soll plötzlich vor dem Anschlag gewarnt haben. Durchgeführt wurde er dann mit Tauchlehrer, Hobbytauchern und Segeljacht, aber womöglich mit planerischer Hilfe des ukrainischen Machtapparats - Der Status berichtete ebenfalls.

Wahrheit aufdecken oder eher zudecken?

Nun darf man in weiterer Folge wohl irgendwann auf den Prozess gegen Serhii K. gespannt sein. Vorausgesetzt Serhii K. passiert vorher nicht etwas Plötzliches und Unerwartetes. Denn mit der Liquidierung von Gegnern oder unliebsamen Personen war der Ukraine-Geheimdienst bisher wenig zimperlich. So wenig zimperlich, dass angeblich "die Vorliebe der Ukraine für tödliche Operationen ... die Zusammenarbeit mit der CIA erschwert, was Bedenken hinsichtlich einer Komplizenschaft mit der Behörde aufkommen ließ und bei einigen Beamten in Kiew und Washington Unbehagen hervorrief", wie die Washington Post im Oktober 2023 in einem Bericht aufdeckte - Der Status berichtete. Und deutlich wurde in dem Bericht auch, dass Selenski über alle Anschläge seiner Geheimdienste informiert ist. Kann man sich daher vielleicht noch auf Überraschungen und Ausweitungen der Anklage gefasst machen, oder wird alles fein säuberlich im Geheimen unter den Tisch gekehrt und K. nur ein Bauernopfer sein? Immerhin ist ja auch die CDU davon überzeugt, dass der Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines und damit auf die Energiesicherheit Deutschlands ein "Dienst für die Zivilisation" und "legitim" gewesen sei. So erklärte es zumindest der CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler - Der Status berichtete.

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