Auf Betteltour: Pistorius schlüpft für Kiew in Selenskis 'erfolgreichste Rolle'
Bild: U.S. Secretary of Defense; U.S. Navy Petty Officer 1st Class Alexander Kubitza; Public Domain, Flickr
Der Nabel der europäischen Politik ist nach wie vor die Ukraine. Dorthin fließen Milliarden an Geldern, weil ja angeblich dort die Demokratie gerettet wird. Allerdings ist die Spendierfreude der meisten Staaten endenwollend und die Ukraine - für ihre Korruption bekannt - faktisch pleite. Nun, nachdem die USA wieder Waffen liefern wollen, allerdings nur gegen Bezahlung, schwingt der deutsche SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius den Klingelbeutel.
Nachdem die US-Waffenlieferungen für die Ukraine kurzfristig eingestellt und auch neue Hilfspakete nicht beschlossen wurden, machte sich in Europa Sorge breit. Denn trotz allerlei vollmundiger Versprechen kann man die US-Waffen nicht einfach ersetzen. So weit ist man in Europa mit der Kriegswirtschaft dann doch noch nicht. Erleichterung machte sich dann breit, als US-Präsident Donald Trump weitere Lieferungen von Waffen und Munition in den Raum stellte. Allerdings nicht als Geschenk für Kiew, sondern nur gegen Cash. Denn, so die Sicht des Präsidenten, was geht das Ganze den US-Steuerzahler an und wieso sollte er damit belastet werden, können doch die Steuerzahler anderer Länder dafür aufkommen. Deutschland bot prompt an, Waffen für die Ukraine zu kaufen - Der Status berichtete.
Pistorius als Geldeintreiber
Doch die zwei Patriotsysteme, die man zusagte - Kosten für den deutschen Steuerzahler rund 2 Milliarden Euro - reichen natürlich bei weitem nicht. Aber offenbar sind nicht alle Staaten gewillt, das Steuergeld ihrer Bürger für Kiew mit vollen Händen herauszuwerfen. So kam es dann, dass der deutsche SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Tagesschau sich nicht nur darüber freut, dass man neue Waffen von Trump kaufen kann, sondern zugleich auch um Geld bettelt. "Klar ist, und das ist ein Appell an alle anderen europäischen Mitgliedstaaten der NATO: Hier müssen alle gewissermaßen ihre Portemonnaies öffnen", wirbt Pistorius dafür, dass auch andere Staaten für die Ukraine in den USA shoppen sollen. Es müssten schnell die notwendigen Summen zusammenkommen, denn die Ukraine stehe aufgrund der russischen Luftangriffe unter Druck. Denn Putin lasse die Luftangriffe immer heftiger werden, so Pistorius: "Also sind alle aufgefordert, hier Farbe zu bekennen". Und natürlich das Scheckheft zu zücken.
Entzücken bei Selenski
Der ukrainische Machthaber Wolodymyr Selenski zeigte sich begeistert von den neuen Umständen und auch, dass die USA wieder bereit sind, Waffen zu liefern. Dafür bedankte er sich brav bei Donald Trump. Auf X schrieb er: "Ich habe mit Präsident Trump gesprochen. Es war ein sehr gutes Gespräch. Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, die Ukraine zu unterstützen ... Wir haben vereinbart, uns häufiger telefonisch zu treffen und unsere Schritte auch in Zukunft zu koordinieren. Ich danke Ihnen, Herr Präsident! Ich danke Ihnen, Amerika!"
Aber auch für Deutschland und Norwegen, die sich bisher bereit erklärten, die Unterstützung zu bezahlen, hatte Selenski warme Worte übrig. "Wir begrüßen die Bereitschaft, zusätzliche Patriots bereitzustellen, und die USA, Deutschland und Norwegen arbeiten bereits gemeinsam daran. Es werden auch andere Waffen geliefert werden, um das Leben unserer Bevölkerung zu schützen und russische Angriffe abzuwehren", so SelenskiI spoke with @POTUS. It was a very good conversation. Thank you for the willingness to support Ukraine and to continue working together to stop the killings and establish a lasting and just peace.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 14, 2025
President Trump shared details about his meeting with the @SecGenNATO. It’s…
I spoke with @SecGenNATO Mark Rutte. Another very good conversation. Mark informed about today’s meeting in Washington with President Trump and about the details of cooperation between Europe and the U.S. to continue and strengthen support for Ukraine.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 14, 2025
We appreciate the…
Nun bleibt noch abzuwarten, ob Pistorius der "erfolgreichsten Rolle" Selenskis gewachsen ist und wie gut er sich in seine neue Rolle als Selenskis Geldbeschaffer hineinfindet. Zumindest Kiew und Washington dürften auf einen Erfolg der Betteltour hoffen, im Gegensatz zu den Steuerzahlern der europäischen NATO-Staaten. Die Deutschen werden bekanntlich nicht gefragt, wenn es darum geht, ihr Steuergeld in alle Welt zu verteilen.
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