'Probelauf' für Anschläge in Berlin

Antifa-Terror in Ebergassing: Als Wien am Blackout vorbei schrammte

Politik
Symbolbilder: Freepik (2); Komposition: Der Status.

Aktuell schockieren die Nachrichten aus Berlin, wo zigtausende Haushalte infolge eines linksterroristischen Anschlags auf die Stromversorgung tagelang bei klirrender Kälte ohne Strom ausharren müssen. Doch die Gefahr hätte nicht nur wegen der einschlägigen bisherigen Aktion der tatverdächtigen "Vulkangruppe" bekannt sein müssen. Denn beim österreichischen Nachbar schrammten über 1,5 Mio. Wiener vor rund 30 Jahren nur knapp an einer ähnlichen Blackout-Katastrophe vorbei. Obwohl damals sogar Verbindungen der beim gescheiterten Anschlag getöteten Attentäter bis in die hohe Politik ruchbar wurden, ist der Antifa-Terror von Ebergassing in der öffentlichen Erinnerung kaum präsent.

Linker Terror gegen Wiener Stromversorgung

Am 11. April 1995 war ein dumpfer Knall in einem Waldstück nahe der 4.000-Seelen-Gemeinde Ebergassing in Niederösterreich zu hören. Erst Tage später fand man zwei Leichen, die Gregor Thaler (29) und Peter Konicek (33), zwei bekannten Köpfen der Wiener Antifa-Szene zuzuordnen waren. Wie sich herausstellte, sprengten sich die beiden Linksterroristen beim Versuch eines Anschlages auf die eine 380kv-Hauptstromleitung selbst in die Luft. Zwei der vier Sprengsätze explodierten aufgrund einer zu hohen Induktionsspannung vorzeitig, der Strommast selbst hielt der Detonation stand, das Stromnetz ging ebensowenig in die Knie.

Als Motiv galt eine Aktion gegen Atomstrom-Transit. Bei der Leitung durch Ebergassing handelte es sich um eine der beiden Hauptstrom-Versorgungsleitungen für Wien. Wäre ihr Anschlag von Erfolg gekrönt gewesen, hätte Wien in der Karwoche ein Blackout-Chaos wie aktuell in Berlin gedroht. Jahre später stand mit Bassam A. ein dritter Tatverdächtiger, dem u.a auch ein Anschlag auf eine Bahnstrecke vergeworfen wurde, ins Visier von Ermittlungen. Er und Thalers damalige Freundin hatten sich unmittelbar nach der Tat nach Mexiko abgesetzt. Das Land verweigerte jedoch die Auslieferung, weil die österreichischen Behörden nicht ausreichend stichhaltige Beweise vorlegten.

Ein roter Innenminister & seine Antifa-Spende

Doch die Causa war auch politisch hochbrisant. Denn für Aufklärung war ausgerechnet SPÖ-Innenminister Caspar Einem, damals erst wenige Tage im Amt, zuständig. Der Politiker pflegte gute Beziehungen zum linken Vorfeld, und so suchte er sein Heil, indem er in die Offensive ging. Er räumte ein, an das "TATBlatt" gespendet zu haben. Die linksextreme Publikation veröfftenlichte auch Antifa-Bekennerschreiben und Aufrufe zu Anschlägen auf patriotische Politiker wie den damaligen FPÖ-Chef Jörg Haider. Einem spendete gleich zweimal: 1.000 Schilling (ca. 70 Euro) für einen diesbezüglichen Prozess - und einmal 5.000 Schilling (ca. 360 Euro) für eine Druckmaschine.

Durch jene Zuwendung konnte das Blatt seine Auflage von ca. 3.000 auf bis zu 10.000 Stück vergrößern. Doch die ganze Bedeutung dieser Spende sollte sich erst später offenbaren. Denn jenes Antifa-Mitglied, das Einem um diese Spende bat, war ausgerechnet Gregor Thaler, der spätere Bombenleger von Ebergassing. Die beiden kannten sich zudem spätestens seit Ende der 80er-Jahre persönlich. Ein von der FPÖ und der "Krone" geforderter Rücktritt erfolgte nicht, stattdessen wechselte Einem 2 Jahre später ins Verkehrsministerium, wäre 2000 beinahe SPÖ-Chef geworden und war später u.a. noch Vize-Chef des Globalisten-Treffs in Alpbach. 

Mit Samthandschuhen gegen Linksextreme 

Aufgearbeitet wurde der Anschlag von Ebergassing nie. Nach der Nicht-Auslieferung des Drittverdächtigten, dem u.a. der ORF eine Bühne bot, hob man den Haftbefehl wegen "schwieriger Beweisführung" auf. Nicht nur fiel Einem weich, auch sonst hatte der Skandal keine Konsequenzen. Das besetzte Ernst-Kirchweger-Haus, in dessen Dunstkreis Thaler & Konicek operierten, wurde nicht geräumt, im Gegenteil: 2007 kaufte die Stadt Wien die Immobilie und überließ den Bewohnern diese in Nutzungsverträgen. Es gilt weiter als Sammelbecken linksextremer Vereine. Vor 5 Jahren forderte sogar die ÖVP die Schließung, doch wie so oft "vergaß" sie das Thema nach dem Wahlkampf wieder.

Die linken Parteien haben sowieso keine Berührungsangst zum linken Rand. Wiens grüne Ex-Vizebürgermeisterin pflegte ein Naheverhältnis zum Ernst-Kirchweger-Haus & Antifa-Fotografen. Babler ließ sich einst von einer umstrittenen Politologin coachen, deren Bücher sich laut eigener Aussage zum "Entglasen von Geschäften eignen" und ihr Standardwerk in einem linksradikalen Szeneverlag publizierte, der u.a. auch Ratgeber für werdende Linksextremisten und Werke mit Titeln wie "Feministisch morden" im Portfolio hat. Nur konsequent, wenn heute SPÖ-Ministerinnen eine "stabile Antifa" feiern & der neue rote Propaganda-Kanal radikale Antifa-Camps verharmlost... 

Florian Machl von "Report24" zog in einem Videopodcast bei Elijah Tee zum Berliner Kälte-Terror ebenfalls Parallelen von Berlin zu Ebergassing:

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