VW wird Rüstungsfirma

Ab in die Kriegswirtschaft: VW stellt nun Teile des Iron Domes her

Politik
Bild: AndreasPraefcke,: VW-Werk, Wolfsburg Deutschland. , Wikimedia Commons CC BY 3.0

Medien-Berichten zu Folge sollen im VW-Werk Osnabrück künftig Teile für Israels offensichtlich nicht mehr „zeitgemäßen“ Iron Dome gefertigt werden. Der deutsche „Parade-Autobauer“ steigt somit offenbar ins Rüstungsgeschäft ein.

Ein redaktionell bearbeiteter Artikel aus unser Kooperation mit UnserMitteleuropa

Krisenbewältigung durch Rüstungsgüter

Der deutsche Autobauer Volkswagen steckt bekanntlich tief in der Krise. Eine Beteiligung an dem israelischen Raketenabwehrsystem könnte nun möglicher Weise zumindest eines der Werke retten. Volkswagen plant einem Bericht der WirtschaftsWoche zu Folge in seinem Werk Osnabrück künftig Teile für das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ zu fertigen.

Der Konzern verhandle dazu mit dem israelischen Staatskonzern Rafael Advanced Defence Systems, berichtete ebenfalls die Financial Times unter Berufung auf zwei, mit den Plänen vertraute, Personen. Mit dem Schritt sollten alle 2300 Arbeitsplätze in dem, von der Schließung bedrohten Werk in Niedersachsen, gerettet werden. Die Bundesregierung unterstütze das Vorhaben aktiv, erklärte dazu eine weitere mit den Plänen vertraute Person.

Ein Sprecher von VW bestätigte auf Anfrage, es würden weiter tragfähige Perspektiven für den Standort Osnabrück nach dem Auslauf der aktuellen Fertigung im Jahr 2027 geprüft werden. Das Werk Osnabrück habe in den vergangenen Monaten verschiedene Fahrzeugkonzepte entwickelt, um mögliche Markt-Chancen und Perspektiven auszuloten. Ob und in welchem Umfang sich daraus konkrete Projekte ergeben, sei derzeit offen. Der Sprecher wies auf frühere Aussage hin, wonach eine Produktion von Waffen jedoch durch die Volkswagen AG ausgeschlossen sei.

Weg in die Kriegswirtschaft

Die Fahrzeug-Produktion im früheren Werk des Kleinserien-Autobauers Karmann in Osnabrück soll im Rahmen eines Sparplans im kommenden Jahr jedoch auslaufen. In diesem Werk sollen der Zeitschrift zu Folge künftig verschiedene Teile für den „Iron Dome“ hergestellt werden, darunter die Lastwagen, die Raketen des Systems transportieren, außerdem Startvorrichtungen und Stromgeneratoren. Die Geschosse selbst sollen jedoch nicht dort produziert werden, was freilich auch nicht dem Geschäftsmodell des Fahrzeugbauers entsprechen würde. Die Firmen hofften allerdings, das System auch an europäische Staaten verkaufen zu können.

Dass es im Interesse der politischen Kriegstreiber ist, wenn VW nun Teil der Rüstungsindustrie wird, sollte jedem klar sein. Ob die Regierung solche Umstrukturierungen nicht, mit schielendem Auge auf Russland, nicht gerne annimmt, bleibt mehr als nur fraglich. Fakt ist das dies nun ein weiterer Schritt in Richtung Kriegswirtschaft ist von dem Israel besonders profitiert. Eine boomende Autoindustrie wäre jedoch für das Deutsche Volk aktuell wesentlich besser.

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