Bestens vernetzter Jurist

1,7 Mio. Kinderpornos: Pädo-Skandal um SPD-Richter

Politik
Symbolbilder: Magnific (2); Komposition: Der Status.

Vor dem Landgericht Hannover wird sich bald ein der SPD angehörender, 63-jähriger Richter wegen des Besitzes von Kinderpornografie verantworten müssen. Auf fast 40 Festplatten, Datensticks und Laptops sollen vor fast zwei Jahren unfassbare 1,7 Millionen (!) Dateien gefunden worden sein, in denen Kinder sexuell teils schwer missbraucht werden.

Artikel aus unserer Kooperation mit JouWatch

"Pädo-Richter" bei Genossen bestens vernetzt

Wie "Bild" berichtet, ist der mittlerweile in Niedersachsen lebende Richter Thomas N. (63) langjähriger SPD-Politiker und saß u.a. in der Bundesschiedskommission der Partei, gehörte auch etlichen anderen Gremien an, kandidierte einst für den Thüringer Landtag und saß unter anderem im Thüringer Verfassungsgerichtshof. Laut dem Medium habe das thüringische Justizministerium zudem nicht mitteilen wollen, ob er wegen der Vorwürfe vom Dienst freigestellt wurde. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Auch er selbst will sich offenbar nicht dazu äußern. Bis zur möglichen Hauptverhandlung befindet der Mann sich auf freiem Fuß, da angeblich keine Haftgründe vorliegen. 1,7 Millionen Dateien, auf denen Kinder mitunter bestialisch geschändet werden, sind in diesem Land kein Haftgrund mehr, falsche Corona-Impf- und Maskenatteste aber schon. Diese trugen Ärzten sogar mehrjährige Haftstrafen ein und verbrachten vor dem Prozess mitunter Monate in Untersuchungshaft.

Skandal zur Unzeit für bröckelnde SPD

Auch das zeigt wieder, welche zweierlei Maßstäbe die Justiz anzulegen scheint. Denn ein Richter, der im Verdacht steht, sich eines schweren und auch noch besonders widerlichen Verbrechens schuldig gemacht zu haben. steht knapp zwei Jahre, nachdem das kinderpornografische Material bei ihm sichergestellt wurde, noch immer nicht vor Gericht. Zudem bleibt er bis zu einer möglichen Hauptverhandlung auf freiem Fuß, weil offenbar keine Haftgründe vorliegen - und das, obwohl die inkriminierten Dateien im Rahmen der Zerschlagung eines internationalen Kinderpornorings sichergestellt wurden.

Für die SPD kommt dieser ungeheuerliche Skandal zur völligen Unzeit. Das Letzte, was die besonders in den neuen Bundesländern schwindende Partei jetzt gebrauchen kann, ist auch noch ein Pädophilen-Skandal um einen ihrer Richter, der tief in ihren Gremien verwurzelt ist und sogar für einen Landtag kandidierte. Wenn derartige Verbrechensvorwürfe natürlich auch nichts mit der SPD an sich zu tun haben, wirft dieser Fall eines prominenten Mitglieds doch auch moralische Fragen auf, die an der Partei hängenbleiben und den desolaten Gesamteindruck, den sie macht, noch verstärken. (TPL/red)

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