Für Le Pen: 100.000 Franzosen demonstrieren für Demokratie in Paris
Screenshot: Sky News
Proteste in Paris: Über 100.000 Menschen vor dem Invalidendom. Nachdem ein französisches Gericht die Frontfrau des „Rassemblement National“, Marine Le Pen, zu vier Jahren Haft verurteilte, brennt es politisch in Frankreich. Der einzigen Oppositionsvertreterin drohen zwei Jahre Haft, zwei Jahre auf Bewährung und fünf Jahre Verlust des passiven Wahlrechts. Nach Rumänien (Georgescu) trifft die Aushebelung der Demokratie damit auch Frankreich. Trump spricht von einer "Hexenjagd".
Le Pen kämpferisch: „Ich kenne keine Kapitulation!“
In einer emotionalen Rede vor einer riesigen Menschenmenge gab sich Le Pen kämpferisch:„Millionen Franzosen glauben an mich, Millionen vertrauen mir. Ich kämpfe seit 30 Jahren gegen Ungerechtigkeit – und ich werde weiterkämpfen!“
Le Pen spricht die grassierende Korruption im EU-Parlament an. Das politische Urteil gegen sie habe „Millionen Franzosen verärgert“. Sie hat bereits Berufung eingelegt.
🚨🇫🇷 Marine Le Pen speaking at the rally in Paris
— Concerned Citizen (@BGatesIsaPyscho) April 6, 2025
“I would like to echo the words of MLK when he talked of the American people deprived of votes”
“We will fight on in a disciplined & dignified way - we will not give up to the despair of our adversaries” pic.twitter.com/WioWKeORCR
Jordan Bardella: „Ein schwarzer Tag für Frankreich“
Der aktuelle Parteichef des RN, Jordan Bardella, fand klare Worte:
„Dies ist ein schwarzer Tag für Frankreich. Eine Wunde für das patriotische Volk!“
Bardella kritisierte das Urteil und die Richterin – blieb aber demonstrativ auf dem Boden der Demokratie:
„Wir werden niemals Druck auf die Demokratie ausüben.“
Er rief zur „Nationalen Erhebung“ auf, um Le Pen beizustehen, und erklärte:
„Noch nie war der Sieg so nah. Es lebe Marine Le Pen, es lebe die Demokratie, es lebe Frankreich!“
Linke warnen vor „Trump-Wende“
Gleichzeitig bildete sich am Place de la République ein Gegengewicht: linke Gruppen warnten vor einer „Trump-Wende“, während auch Gabriel Attals Zentrumspartei mitmarschierte – in Saint-Denis. Dort sprach man laut Sky News von einer „existenziellen Bedrohung des Rechtsstaats“.
Trump verteidigt Le Pen: „Hexenjagd!“
Auch aus den USA kommt Unterstützung – lautstark und klar: Donald Trump selbst meldete sich auf seinem Netzwerk Truth Social zu Wort und stellte sich hinter Le Pen:
„Die Hexenjagd gegen Marine Le Pen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie europäische Linke das Rechtssystem nutzen, um freie Meinungsäußerung zu unterdrücken und politische Gegner mundtot zu machen, diesmal sogar so weit gehend, dass sie diesen Gegner ins Gefängnis bringen.“
Er zog Parallelen zu seinen Erfahrungen mit der linken Lawfare:
„Sie erlitt Niederlagen, kämpfte aber weiter, und jetzt, kurz vor einem möglichen großen Sieg, wird sie wegen einer geringfügigen Anschuldigung belangt, von der sie wahrscheinlich nichts wusste – klingt für mich nach einem Buchhaltungsfehler.“
Zum Schluss forderte der US-Präsident:
„Es ist alles so schlecht für Frankreich und das großartige französische Volk, egal auf welcher Seite sie stehen. FREIHEIT FÜR MARINE LE PEN!“
Le Pen ruft zum friedlichen Widerstand – Martin Luther King als Vorbild
Ähnlich wie der Chef der italienischen Lega, Salvini, sprach Le Pen über den Weg des friedlichen, demokratischen Widerstands:
„Wir nehmen Martin Luther King zum Vorbild, weil heute die Bürgerrechte der Franzosen auf dem Spiel stehen.“
Sie erinnerte an Martin Luther Kings Ermordung 1968, während dieser schwarze Arbeiter unterstützte – und zog Parallelen zum aktuellen Kampf:
„Wir werden niemals dieser Art von Verletzung der Demokratie nachgeben. Unser Ziel ist es, bei den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder anzutreten – und diesen Angriff auf Frankreichs demokratische Ordnung zu stoppen.“
Frankreich vor der Zerreißprobe
Frankreich steht am politischen Abgrund – das Urteil gegen Marine Le Pen entfesselt eine Protestwelle, die quer durch alle Lager geht. Die Nation ist gespalten, aber der Widerstand formiert sich. Und Le Pen? Die denkt nicht ans Aufgeben.
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