Prüfungs-Doppelgänger: Nürnberger Kripo deckt Einbürgerungs-Betrug auf
Symbolbild: KI-generiert (ChatGPT)
Einen Ermittlungserfolg konnte jüngst die Nürnberger Kripo verzeichnen. Dabei hatte es sich um einen großangelegten Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests gehandelt. Seit Oktober letzten Jahres war man „an der Sache dran“ gewesen, nun war die Ermittlungsarbeit schlussendlich von Erfolg gekrönt.
Ein redaktionell bearbeiteter Artikel aus unser Kooperation mit UnserMitteleuropa
Mehrere Tatverdächtige
Seit Oktober 2025 führte das Kommissariat 43 des Kriminalfachdezernats 4 in Nürnberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Ermittlungen gegen mehrere Tatverdächtige, wie einer Pressemeldung des Polizeipräsidiums Mittelfranken zu entnehmen war. Die Tatverdächtigen stehen im Verdacht, Deutsch- und Einbürgerungstests für Personen durchgeführt zu haben, die hierzu selbst nicht in der Lage gewesen waren. Den Ermittlern ist es inzwischen gelungen, mehrere Fälle aufzudecken und Tatverdächtige festzunehmen.
Bereits in der Vergangenheit wurden Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Sprachzertifikate geführt. Im Oktober 2025 gelang es den Beamten, einem sogenannten Vermittler auf die Spur zu kommen. Dieser verkaufte keine gefälschten Sprachzertifikate mehr, sondern schickte Personen, die als Stellvertreter bezeichnet werden, zur Prüfung.
Sprachkundige „Stellvertreter“ zu Prüfungen entsandt
Diese sprachen so gut Deutsch, dass sie die Prüfung für die „Kunden“ des Vermittlers erfolgreich ablegen konnten. Hierzu legten sie den Prüfern gefälschte Dokumente mit dem Bild des Stellvertreters und den Personalien des „Kunden“ vor. Den Prüfern war es somit nicht möglich gewesen, den Schwindel zu durchschauen. Im Anschluss stellten die Prüfer ein entsprechend echtes Zertifikat aus, das den jeweiligen Behörden dann für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt wurde. Für die Organisation der Prüfung mussten die Auftraggeber Beträge zwischen 2.500 und 6.000 Euro bezahlen.
Dieses Phänomen ist als sogenannter „Stellvertreterbetrug“ bekannt und tritt auch bei anderen Prüfungsformen, wie der Theorieprüfung für den Führerschein, auf. Dabei organisiert der Vermittler „Stellvertreter“, die die Prüfung für ihre Kunden ablegen. Aufgrund ihrer intensiven und akribischen Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass der Vermittler seine „Stellvertreter“ hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen rekrutierte. Bei dem in Nürnberg tätigen Vermittler handelt es sich um einen 39-jährigen Iraker.
Im Prüfungsraum festgenommen
Im Rahmen verdeckter operativer Maßnahmen konnte im Januar 2026 ein 22-jähriger Deutscher noch während seiner Stellvertreterprüfung im Prüfungsraum festgenommen werden. Bei den anschließenden Durchsuchungen in Nürnberg und Hamm (Nordrhein-Westfalen) wurden zahlreiche Datenträger, gefälschte Aufenthaltstitel und Sprachtests sowie eine große Menge Bargeld und eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden. Der Vermittler und der auf frischer Tat festgenommene Stellvertreter wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen beide Personen Untersuchungshaftbefehle erließ.
Eine andere ermittelnde Dienststelle fand heraus, dass sich im Dezember 2025 etwa 20 Stellvertreter aus Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einer Sprachschule zur Durchführung von Sprachtests befanden. In einem Prüfungsraum konnten letztlich tatsächlich zehn Personen festgestellt werden, die gerade dabei waren, die Prüfung unter falschen Personalien abzulegen. Die Ermittlungen zu weiteren Vermittlern, Stellvertretern und Kunden dauern weiter an und erstrecken sich auf das gesamte Bundesgebiet. Ersten Erkenntnissen aus den, bei der Durchsuchung gesicherten Beweismitteln zu Folge, gehen die Beamten von einer hohen zweistelligen Anzahl weiterer Ermittlungsverfahren aus.
Einbürgerung einfacher denn je
Trotzdessen, dass die deutsche Staatsbürgerschaft mittlerweile wie warme Semmeln verteilt wird, wird umso mehr beim Erwerb derselben betrogen. Es ist de facto so einfach wie noch nie zuvor, „Passdeutscher“ zu werden, und dennoch wird zu kriminellen Methoden gegriffen. Das heißt, neu eingebürgerte „Passdeutsche“ werden teilweise nicht den niedrigen Mindestanforderungen gerecht. Was eigentlich ein Desaster für dieses Land sein sollte, wird medial kaum aufgegriffen, und von Seiten der Politik wird fleißig weiter eingebürgert. Unter einer AfD-Regierung müssen die Einbürgerungen der letzten Jahre geprüft werden, und erschummelte Einbürgerungen müssen ohne Wenn und Aber rückgängig gemacht werden.
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