ÖVP heuchelt Schock: Junge Moslems stellen Islam über Gesetze
Symbolbilder: Magnific (2); Komposition: Der Status.
Die Ergebnisse einer neuen Studie stellen der Integration in Österreich ein schlechtes Zeugnis aus. Für fast die Hälfte der jungen Moslems steht ihre Religion über den Gesetzen in unserem Land. Auch Glaubenskämpfe, Kopftuch & Unterwerfung der Ungläubigen finden viel Zuspruch - während die Ansicht, dass die Demokratie die beste Staatsform sei, in diesem demographischen Segment deutlich seltener vertreten wird als in der Gesamtbevölkerung.
Radikale muslimische Parallel-Gesellschaft
Ein Bevölkerungsaustausch samt Erosion jeder heimischer Leitkultur ist eine böse, rechtsextreme Verschwörungstheorie - zumindest so lange bis er nicht mehr zu leugnen ist, dann hat man ihn gefälligst gut zu finden. Dieses Narrativ wird gerade im polit-medialen Mainstream seit Jahren transportiert und die Resultate sprechen für sich. Während in Wien bereits muslimische Schüler mit 39% die größte Glaubensgruppe ausmachen, scheint das Interesse an der Assimilation an die Gepflogenheiten des Gastlandes unter diesen kein allzugroßes Anliegen zu sein.
So gaben 41% der befragten jungen Moslems an, dass für sie die Vorschriften ihrer Religion eher oder voll & ganz über den Gesetzen in Östereich stehen. Sogar 46% von ihnen sind der Ansicht, dass man bereit sein müsse, für die Verteidigung seines Glaubens zu kämpfen & zu sterben. Immerhin noch mehr als jeder Dritte (36%) sind zudem der Ansicht, dass sich alle Menschen an islamische Regeln halten sollten. Für fast zwei Drittel (65%) gelten diese für alle Alltagsbereich und seien streng einzuhalten. Dazu zählt auch das Kopftuch: Mit 53% fand mehr als die Hälfte der jungen Wiener Moslems, dass eine Muslima ein solches in der Öffentlichkeit immer tragen sollte.
Archaisches Weltbild
Auch sonst lässt die Studie im Auftrag der Stadt Wien tief blicken: So war die Zustimmung zur Aussage, dass die Demokratie trotz aller Schwierigkeiten die beste Staatsform sei, etwa bei jungen Syrern (47%), Tschetschenen (50%), Türken (57%) und Afghanen (61%) deutlich niedriger als etwa bei jungen Österreichern (82%). Deutlich erhöht war bei diesen Gruppen auch die Ablehnung etwa der Vorstellung, dass Personen unterschiedlicher Religionen heiraten können oder die Akzeptanz von Homosexualität als alternative Lebensform. Fast die Hälfte der Befragten mit syrischen, afghanischen oder tschetschenischen Wurzeln befinden zudem, dass fast alle Entscheidungen in Familien dem Vater obliegen.
Mehr als 30% der Personen aus diesem Kreis lehnten zudem etwa Juden pauschal ab - und dies liegt nicht ausschließlich am Staat Israel: Denn fast die Hälfte von ihnen begründet dies damit, dass Juden angeblich zu viel Macht hätten und die Welt kontrollieren würden. Spannend ist dafür das Ergebnis bei der Frage nach einer möglichen Überfremdung durch Muslime: Während eine deutliche Mehrheit von Jugendlichen mit einheimischen, polnischen, rumänischen oder serbischen Wurzeln der Ansicht ist, dass es in Österreich bereits zu viele Moslems gibt, ist sogar fast jeder Dritte junge Muslim in Wien dieser Meinung.
Abschiebungen nur in homöopathischer Zahl
Nach Bekanntwerden dieser Zahlen schwang sich plötzlich die ÖVP zur großen Mahnerin auf, diesmal in Form ihres Generalsekretärs Nico Marchetti. Seine Aussendung strotz nur so vor harten Ansagen: "Wer zu uns kommt, muss sich anpassen und Teil unserer Gesellschaft werden. [...] Österreich darf und wird kein Kalifat werden. Wer diese Grundsätze ablehnt, hat in unserem Land keinen Platz“. Er betonte die Wichtigkeit von "Wertekursen" und Spracherwerb, sprach sich gegen "radikale, antidemokratische & gewaltaffine Haltungen" aus. Dabei behauptet Marchetti auch, dass ÖVP-Innenminister Gerhard Karner dafür sorge, dass verurteilte Straftäter abgeschoben werden.
Tatsächlich inszenierte die Regierung im Vorjahr zwar jede Einzelabschiebung eines Syrers oder Afghanen in ihr Heimatland. Doch während man die so ausgeschafften Personen an den Fingern abzählen konnte, akzeptierte man weiterhin tausende Asylanträge aus beiden Ländern. Wie so oft klaffen Anspruch & Realität auseinander, zumal derselbe Minister vor 4 Jahren den absoluten Asyl-Rekord verzeichnete. Weiters befanden sich die Integrationsagenden in den letzten 15 Jahren fast durchgängig in schwarzer Ressortverantwortung; wahlweise durch Bündelung im Außen- oder Familienministerium. Zuletzt sorgte ÖVP-Amtsinhaberin Claudia Bauer mit Dialektkursen für Asylanten für Kopfschütteln.
Wegschauen, Schönreden und Zudecken
Der Umstand, dass bei der Kanzlerpartei also Rhetorik und Politikpraxis auseinanderklaffen, sorgte daher u.a. auch für Kritik seitens FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann. Die Reaktion von Marchetti sei "scheinheilig und mehr als durchschaubar". Schließlich seien diese Ergebnis das "direkte Resultat einer jahrzehntelangen, völlig verfehlten Migrations- und Integrationspolitik der Systemparteien". Dabei hätten gerade ÖVP-geführte Regierungen eine "Politik des Wegschauens, Schönredens und Zudeckens" ermöglicht. Dabei man "mit Unsummen an Steuergeld eine völlig gescheiterte 'Kuschelintegration' finanziert und damit Parallelgesellschaften gefördet."
Die Rechnung sei einfach: "Wer Massenzuwanderung zulässt, integrationsunwillige Personen im Land behält und jede Kritik daran reflexartig diffamiert, darf sich über solche Studienergebnisse nicht wundern. Die schwarz-rot-pinke Verliererkoalition trägt die politische Verantwortung für diese gefährliche Entwicklung“, so Darmann. Wenn man nun also so tue, als wäre man Teil der Lösung, sei dies ein "billiger Versuch von der eigenen desaströsen Bilanz abzulenken." Anstelle von PR-Gags brauche es einen konsequenten Grenzschutz, einen sofortigen Stopp illegaler Massenzuwanderung, eine Null-Zuwanderung ins Sozialsytem und "klare Ansagen an jene, die unsere Werte & Gesetze ablehnen".
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