Salatschüssel oder Schmelztiegel: Ein Plädoyer gegen Assimilation
Symbolbild: KI-generiert (ChatGPT)
Assimilation könnte sich als kultureller Selbstmord entpuppen. Während Städte ihr Gesicht verlieren, klammern sich viele an alte Rezepte. Doch was, wenn gerade diese den Niedergang beschleunigen und nicht aufhalten?
Salatschüssel und Schmelztiegel
Wenn man über Migration in großen Zahlen spricht, sind besonders 2 Konzepte dabei prominent: Das Schmelztiegel-Modell (engl. Melting Pot) stammt vor allem aus dem frühen 20. Jahrhundert und beschreibt – besonders im Kontext der USA, die Vorstellung, dass Einwanderer aus sehr unterschiedlichen Kulturen durch Assimilation zu einer neuen, gemeinsamen nationalen Kultur „verschmelzen“. Herkunftskulturen lösen sich dabei weitgehend auf und gehen in einer einheitlichen, homogenen Gesellschaft auf.
Im Gegensatz dazu entstand später das Salatschüssel-Modell (engl. Salad Bowl), das seit den 1960er/70er Jahren populär wurde. Es betont Multikulturalismus und kulturelle Vielfalt: Die verschiedenen Gruppen werden zwar gemeinsam in einer Gesellschaft „gemischt“, behalten aber ihre Eigenständigkeit, Identität und kulturellen Besonderheiten, ähnlich wie die Zutaten eines Salats, die nebeneinander bestehen bleiben, ohne sich vollständig aufzulösen.
"Multikulti" als dysfunktionale Mischform
Das Altparteien-Kartell predigt den "Schmelztiegel" als ideal, setzt sich aktuell aber letztlich für eine dysfunktionale Form der "Salatschüssel" ein. Dies sieht man ganz klar daran, wie sehr auf "Multikulti" gesetzt wird. Das Ziel ihrer Politik ist kein Assimilationsdruck und Zuwanderer bewahren ihre Eigenheiten teils aggressiv. Rechte Kräfte hingegen betonen ebenso oft das Schmelztiegel-Modell - nicht namentlich, allerdings implizit durch Fordern von Assimilation in großen Zahlen. In der Realität findet Assimilation jedoch immer durch beide Seiten statt. Die bevölkerungstechnisch stärkere Fraktion muss sich lediglich graduell weniger an die Schwächere anpassen.
"Schmelztiegel" als Falle
Im Folgenden werde ich darlegen, wieso diese Versteifung auf Assimilation ein Fehler mit fatalen Folgen sein könnte: Denn selbst sollte die AfD baldig in eine Position von Verantwortung kommen und eine harte Remigrations-Offensive fahren, wird vermutlich selbst der Großteil der schlecht Integrierten Ausländer weiterhin in Deutschland bleiben. Dies liegt schlicht an ihrer überwältigenden Zahl. Wie geht man nun jedoch mit diesem, besonders in westdeutschen Metropolen, großen Anteil an ethnisch und kulturell Nicht-Deutschen um?
Die bisher im rechten Lager vorherrschende Strategie sieht es vor möglichst viele nicht integrierte Ausländer zu remigrieren und alle restlichen bestmöglich zu assimilieren. Diese Strategie mag besonders in kleinen oder mittelgroßen ostdeutschen Städten wie Chemnitz, Halle oder Schwerin funktionieren, da in diesen Städten noch der absolute Großteil der Bevölkerung deutsch ist. Remigration ist wichtig und alternativlos, aber wie realistisch ist sie als Allheilmittel für das gesamte Bundesgebiet? Denn in Metropolen oder sogar in westdeutschen Kleinstädten sieht die Lage längst ganz anders aus.
Lage im Westen längst prekär
Schauen wir uns dafür mal eine Stadt wie Frankfurt am Main an. Deutsche Kultur ist hier abgesehen von Museen und Architektur kaum mehr wahrnehmbar vorhanden. Frankfurt ist das beste Beispiel für eine Stadt mit einem - mehr schlecht als recht funktionierenden - "Schmelztiegel". Es gibt zwar auch in Frankfurt noch relativ deutsch geprägte Viertel, Schulen und Vereine, diese werden aber von Jahr zu Jahr spürbar von ihrem deutschen Kern entfremdet. Die Fassade des Römers und die Erinnerung an die Versammlung in der Paulskirche machen schließlich noch keine Leitkultur.
Das Ausmaß der Überfremdung reicht deutlich weiter als ständige Clankriege und ein verdrecktes Bahnhofsviertel. Das "Schmelztiegel"-Modell sorgt bereits in einer Stadt wie Frankfurt dafür, dass deutsche Kultur restlos aus dem Alltag und Stadtbild verschwindet und sich die verbliebenen Einheimischen an eine zunehmend migrantische "Leitkultur" anpassen. Selbst nach einer Remigration-Offensive wäre Frankfurt weiterhin durch fremde Kulturen und Ethnien im Stadtbild geprägt und wäre maximal zu einer „funktionierenden“ - im Sinne von wenig Kriminalität und sauberen Straßen - Form von Multikulti geworden.
Salatschüssel als Leitkonzept
Der richtige Weg mit Städten wie Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Köln und unzähligen weiteren umzugehen, wäre es, Assimilation bewusst unattraktiv zu machen. Dies bedeutet keineswegs, kulturelle Bräuche, die das Zusammenleben stören, hinzunehmen. Es muss natürlich für ein sauberes und friedliches "Stadtbild" gesorgt werden, allerdings sollte versucht werden die deutsche Kultur nicht zu einer Mischkultur aus aller Welt verkommen zu lassen.
Deutsche Parallel-Gesellschaften in Form von deutschen Schulen, Vereinen, Vierteln und Gemeinschaften, die in relevanten Zahlen unter sich bleiben, sind dort die Lösung des Problems und würden dafür sorgen das im wahrscheinlich unabwendbaren Fall eines teils multiethnischen Deutschlands, die deutsche Kultur erhalten bleibt.
Dies soll kein Versuch der Entmutigung sein, allerdings muss der unschönen Realität ins Auge geschaut werden, dass wahrscheinlich ein großer Teil Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten zu einem erheblichen Anteil aus Nicht-Deutschen bestehen wird. Die Frage ist nicht, ob wir das verhindern können, wir sollten dies natürlich im Rahmen unsere Möglichkeiten versuchen, sondern was wir tun können, um den dadurch entstehenden Schaden zu minimieren.
Um die deutsche Kultur zu erhalten und fortzuführen, wird es also nötig sein das sich die Gesellschaft an kulturellen und ethnischen Trennlinien in Parallel-Gesellschaften aufspaltet. Wir als Rechte sollten also nicht auf den Schmelztiegel, sondern auf die Salatschüssel als Konzept setzen. Zumal dieses dort, wo sie im großen Umfang machbar ist, auch das Gelingen eines Remigrationskonzepts wahrscheinlicher machen würde.
Dieser Artikel ist Teil eines Pro-Contra-Features. Eine abweichende Position von Julian Schernthaner könnt ihr hier lesen.
+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++
Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!
Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende