Neuer Stern am rechten Horizont?

Sachsen-Anhalt: Wird Ulrich Siegmund erster AfD-Landesvater?

Meinung
Screenshot des X-Account von Ulrich Siegmund

Null Berufspolitiker, dafür ein Brückenbauer mit Herz: Ulrich Siegmund gilt als Hoffnungsträger mit Charisma und strategischem Gespür, der die Massen bewegt und sowohl Anhänger als auch Gegner zwingt, sich mit seiner Wirkung auseinanderzusetzen.

Aufstieg eines Hoffnungsträgers

Er gilt als Hoffnungsträger in der AfD: Der Spitzenkandidat für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, ist nicht nur aufstrebender Influencer in zahlreichen sozialen Medien. Sondern er gilt innerhalb seiner Partei als ein Heilsbringer, der die Massen mitreißen kann, weil er rhetorisch geschliffen und charakterlich stark von sich und seinen Positionen überzeugt. Es ist wohl auch ihm zu verdanken, dass die Alternative für Deutschland in den Umfragen vor Ort an die Marke von 40 Prozent heranrückt, um damit der absoluten Mandatsmehrheit nahe zu kommen. Die ausgegebene Prämisse, einerseits erster Ministerpräsident der Blauen werden zu wollen, andererseits aber auch eine Alleinregierung zu stellen, ist somit keine bloße Utopie. Viel eher könnte sich, ähnlich zu Mecklenburg-Vorpommern, ein solches Szenario als realistisch erweisen. Und selbst wenn es nicht dazu kommt, stehen die Chancen auf mehr Einfluss auch deshalb nicht schlecht, weil der 34-Jährige als Brückenbauer gilt.

Brückenbauer mit Charisma

Smart, lächelnd und ebenbürtig geht er auf Andere zu, wird sogar von der Union als ein verlässlicher Verhandlungspartner geschätzt. Mit ihm kann man witzeln, über vernünftige Dinge Gespräch führen. Er hatte am sogenannten Geheimtreffen von Potsdam teilgenommen, ist auch ein Verfechter des Remigrationskonzeptes des österreichischen Aktivisten Martin Sellner. Obwohl als "rechtsextremistisch" verschrien, gelingt ihm, das Verbindende herauszustellen, um auf inhaltlicher Ebene Kompromiss und Konsens über die Lager hinweg zu schaffen. Konsequent in seinen Forderungen und glaubwürdig in seinen Positionen, schottet er sich nicht ideologisch ab. Sondern ist sich der Tragweite dessen bewusst, was an Verantwortung, Aufgaben und Herausforderung vor der gesamten Republik steht. Der in Havelberg geborene Wirtschaftspsychologe kann sich auf die Fahnen schreiben, was in der Gegenwart nur noch wenige seiner Zunft mitbringen: Charisma und Aura umgeben ihn, ohne allzu viel Arroganz und Hochmut.

Politischer Pontifex im Konflikt

Ein politischer Pontifex der Herzen, der im Zweifel nicht davor zurückschreckt, gegen eine woke Agenda zu agieren, Abschiebungen voranzutreiben, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk von seiner linken Färbung zu entkernen und die innere Sicherheit wiederherzustellen, wird auf Widerstand bei den etablierten Demokratie-Verfechtern stoßen, aber gleichsam Zustimmung dort ernten, wo der kleine Mann die Realität begriffen hat. Pragmatische Lösungen sind gefragt, die sich selbstredend dann leichter verwirklichen lassen, ist man nicht zwingend auf einen Bündnispartner angewiesen. Egal, wie der Souverän am Ende abstimmt, dürfte der Fraktionsvorsitzende im Magdeburger Parlament künftig eine maßgebliche Rolle spielen, wenn es um die Entwicklung des Ostens geht. Aber auch auf Bundesparkett wird kaum jemand an ihm vorbeikommen, gewinnt er zwangsläufig an Macht und Bedeutung, weil er nicht die klassischen Klischees erfüllt, die man von Berufsmoralisten in diesen Tagen nur allzu gut kennt.

Vom Oppositionsführer zum Landesvater

Wechselt der bisherige Oppositionsführer also in die Rolle des Landesvaters, kann man sich auf ein Umkrempeln in der Staatskanzlei vorbereiten. Ein frischer Wind, welcher verkrustete Strukturen aufbricht, wäre mit dem gelernten Außenhandelskaufmann gesichert. Als "einer von uns" könnte er Geschichte schreiben. Hinter ihm stehen sogar jene, die sich nicht an eine bestimmte Kraft gebunden fühlen, aber aus Protest gegen das Kartell unter den Fittichen eines Familienmenschen Zuflucht finden, welcher sich fürsorgend gibt. Allüren scheinen ihm fremd, seine Glorifizierung durch die Anhängerschaft dürfte er manches Mal sogar mit einer gewissen Scham empfinden. Der personenzentrierte Wahlkampf bietet zwar stets die Gefahr, sich zu sehr auf Äußerlichkeiten statt Substanz zu fokussieren. Doch wer ehrlich ist, der wird nicht leugnen können, wie entscheidend Zugpferde sind, gerade in der Peripherie. Ein Glücksgriff und ein Schicksal, dass sich das frühere CDU-Mitglied zu neuen Ufern aufgemacht hat.

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