Kirchentag in Hannover: frivol, peinlich, ideologisch
Der Kirchentag hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Wo einst Liturgie und Demut standen, gibt es heute queere Tiere, CO₂-Petrus, Genderdogmen und Veranstaltungen nur für nichtweiße Kinder. Der Heilige Geist dürfte längst Reißaus genommen haben.
Vergangener Glanz und heutige Irrlichter
Früher sorgten Kirchentage für viel Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, nicht nur, weil mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland tatsächlich bekennende Christen war. Man verband mit Katholizismus und Protestantismus die sinnstiftenden Wurzeln von Kultur und Tradition, welche einem Großteil des Volkes Herkunft und Identität stifteten. Doch seitdem sich das Bodenpersonal Gottes zumindest in unseren Breiten dazu entschlossen hat, das Evangelium durch die zehn Gebote der Luisa Neubauer auszutauschen, um gleichzeitig aus den Schriften der Geschlechtervielfalt und Toleranz zu predigen, tragen immer weniger Bürger die regenbogenfarbene Monstranz zur Huldigung des CO₂-neutralen Petrus durch die Gegend. Und so wird der Fokus und Zulauf für den aktuell stattfindenden Evangelischen Kirchentag auch nur deshalb einigermaßen bemerkenswert bleiben, weil er durch Skurrilitäten und Abnormalitäten auffällt. Ob man nun für queere Tiere betet oder Krabbelgruppen allein für Kinder of Color anbietet: Die Politisierung einer Institution muss Jesus den Angstschweiß auf die Stirn und die Zornesröte ins Gesicht treiben. Schließlich ist nichts mehr übrig von der Erfüllung des eigentlichen Auftrags, welcher sich für gewöhnlich durch die Eckpfeiler der Liturgie, Verkündigung, Seelsorge und Diakonie umrahmen lässt.
Ideologische Verirrungen statt geistlicher Führung
Stattdessen befindet man sich auf ideologischen Abwegen, um im Kuschelkurs mit dem Zeitgeist und einer falsch verstandenen Nächstenliebe der Offenbarung des Johannes noch ein Stückchen schneller entgegenzugehen. Da ist man nicht mehr weit weg von Sodom und Gomorra, lässt man sich auf das eindeutig der Schöpfungsordnung zuwiderlaufende Konstruktt der Geschlechtervielfalt ein, um einer Sexualisierung der Gesellschaft beizuwohnen, die schon bei den Kleinsten damit beginnt, sie vom Glauben an die Binarität abzubringen. Biologische Wahrheiten zählen nicht mehr. Viel eher feiert man das Abendmahl im Kreise von Transpersonen, die aus ihrer eigenen Willkür und Beliebigkeit ein Dogma machen, das sich nicht einmal mit dem Ave Maria kompensieren lässt. Moralisierung und Denunziation gehören mittlerweile zu einer Tugend jener Kleriker, die Wähler der AfD an den Pranger stellen, um jene von der Bürde des Kreuzes zu befreien, die aus ihrer Sicht zu den Guten gehören. Dass der Vater im Himmel aber vor allem darauf achtet, ob wir uns auf dem rechten Weg der Wahrheit befinden, vergessen vor allem Diverse, die die Mahnung aus dem Epheserbrief (Kapitel 5, Vers 4) nicht parat haben: „Auch Sittenlosigkeit und albernes oder zweideutiges Geschwätz schickt sich nicht für euch, sondern Dankbarkeit.“ Anstelle von Demut leben sie in Überschwang und Dekadenz.
Der schmale Grat zwischen Aufbruch und Abgrund
Diese Unzucht und Wollust wird man in den nächsten Tagen gerade dort spüren können, wo man sich auf die Reise zum anderen Ufer macht. Man muss die oftmals fälschlich übersetzten Zeilen zur Sündhaftigkeit der Homosexualität nicht teilen, um gleichzeitig zu der Feststellung zu gelangen, dass von einer Diktatur der Minderheit in keinem der beiden Testamente etwas festgehalten ist. Die einzige Weltanschauung, welche auf den Grundfesten einer Religion der Dreieinigkeit basiert, ist die Hoffnung und Zuversicht auf Familie und Nachwuchs, welche uns Fortbestand sichern. Sie ist das Geschenk an eine Zivilisation, die sich sukzessive entfernt von einer Radikalität im besten Sinne. Die Rückorientierung auf die Zweigeteiltheit im Garten Eden sollte uns bedeutend wichtiger sein als der Reiz einer Frucht, welche schon einmal Argwohn auf sich zog. In unserer Gegenwart wird der Schlange allzu viel Platz gelassen, dem Judas die Aufwartung gemacht. Es sind die Negativbeispiele aus den Parabeln und Gleichnissen, die manch ein Bischof als Richtungsschild für seine übergriffige Standpauke von der Kanzel agitatorischer Korrektheit herab nahezu inflationär missbraucht, um auf einen Pfad der Libertinage und Frivolität einzuebnen. Man kann nur wünschen und bitten, dass der Heilige Geist endlich ein Machtwort spricht, um dem Spuk des Gräuels ein jähes Ende zu setzen.
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