Kein Unterwerfungsritual: Siegmund hat alles richtig gemacht
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Weil Ulrich Siegmund sich weigerte, das erwartete Schuldkult-Bekenntnis artig aufzusagen, versuchen Medien nun hektisch, aus seiner nüchternen Antwort einen politischen Skandal zu konstruieren.
Die erfundene AfD-Distanzierung der Welt
Besonders weit lehnt sich dabei Die Welt aus dem Fenster: Sie beruft sich auf einen angeblichen, nicht namentlich genannten „AfD-Sprecher“, der sich von Siegmunds Aussage distanziert haben soll – ohne Beleg, ohne Zitat, ohne Quelle. Ein klassisches Beispiel dafür, wie man nicht berichtet, sondern Realität herbeischreibt.
Die bewusst gestellte Falle
Der angebliche Skandal um Ulrich Siegmund löst sich auf, sobald man die entscheidende Passage des Politico-Podcasts hört. Gordon Repinski fragte: „Können Sie mir mal eine Einordnung geben, wenn Sie zurückblicken auf die Jahre 33 bis 45, was das für Sie bedeutet?“ Siegmund antwortete klar: Das sei über die gesamte AfD hinweg als Tiefpunkt deutscher Geschichte zu betrachten und müsse genauso unterrichtet werden. Genau jene Aussage, die jede Skandalisierung eigentlich beendet hätte.
Siegmund sprang nicht über das Stöckchen
Doch statt weiterzufragen, folgte der geplante dramaturgische Dreh: „Würden Sie auch sagen, das ist das schlimmste Menschheitsverbrechen?“ Keine ernsthafte historische Frage, sondern der Versuch, einen Satz zu provozieren, der medial verwertbar ist. Siegmund ließ sich nicht darauf ein und blieb souverän: Er maße sich kein moralisches Ranking weltweiter Verbrechen an, man müsse aus allen lernen.
Der künstlich erzeugte Aufschrei
Damit war die Falle zugeschnappt – zumindest in der Redaktion. Noch bevor der Podcast veröffentlicht wurde, verbreitete man den skandalträchtigen Ausschnitt, wohl wissend, dass ohne Kontext jede Empörung verlässlich funktioniert. Dass die Passage, in der Siegmund den Nationalsozialismus ausdrücklich als historischen Tiefpunkt bezeichnet, weggelassen wurde, spricht für sich.
Warum die Kampagne ins Leere läuft
Die Methode ist längst durchschaut: Glaubensprüfungen statt Journalismus, Verdrehung statt Analyse, Stimmungsmache statt Information. Wer jedes Interview mit einem AfD-Politiker zur moralischen Belastungsprobe erklärt, entwertet historische Verantwortung und macht sich selbst unglaubwürdig. Je öfter dieselbe Masche versucht wird, desto weniger Wirkung zeigt sie.
Siegmund hat ruhig, klar und verantwortungsvoll geantwortet – und genau deshalb scheitert die Kampagne. Nicht er liefert den Skandal, sondern diejenigen, die verzweifelt einen herbeiführen wollen.
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