Multikulti allein schießt keine Tore

Grünen-Politikerin widerlegt: 'Nur weißes' ÖFB-Team ringt Holland nieder

Meinung
Screenshots (3): Twitter/X (Bildzitate); Komposition: Der Status.

In der Vorwoche sorgte ein Posting der deutschen Grünen-Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt für Aufregung. Nach dem deutschen 2:0-Sieg gegen Ungarn wollte sie von der "diversen" Mannschaft schwärmen und suggerierte, dass eine Mannschaft ohne überbordenden Migranten-Anteil eine Horror-Vorstellung wäre. Dass man allerdings sehr wohl mit einer weitgehend autochthonen Mannschaft erfolgreich sein kann, zeigte ironischerweise der historische 3:2-Sieg Österreichs gegen die Niederlande.

Rot-weiß-rotes Sommermärchen statt "Vielfalt"

Die Fußball-EM ist für Politiker ein willkommener Anlass, auch den letzten Teil des Lebens zu politisieren. Die Ampel machte keinen Hehl daraus, die EM 2024 der Weltumbau-Agenda zu widmen. Auch das DFB-Team verprellte bei den letzten Turnieren mit gratismutigen Regenbogen-Gesten statt spielerischen Akzenten viele Fans. Die Altparteien feiern jeden Erfolg als Siegeszug der "Vielfalt" (TM). Auch mich "verlor" die deutsche Elf durch solche Mätzchen als Fan. Trotz großer Erinnerungen: Der WM-Titel 2014, die widerständige Unterzahl beim Public-Viewing beim Halbfinal-Sieg gegen die Türkei zur EM 2008, das schmerzhafte Ende des "Sommermärchens" (WM 2006) gegen Italien.

Vor so viel "Vielfalt" entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass ich per Abstammung zur österreichisch-deutschen Doppelstaatsbürgerschaft kam wie die Jungfrau zum Kind. Das macht's einfacher, dass fortan fußballerisch fortan vor allem das rot-weiß-rote Herz schlägt und das schwarz-rot-goldene in Frieden ruhen kann. Was in früheren Jahren wie ein Hang zum Masochismus klang, ist mit der erfrischenden Spielweise, die das ÖFB-Team in der Rangnick-Ära an den Tag legt, mit einem Schlag vergessen. Jetzt ist plötzlich alles möglich: "Unsere Buam" gewannen die "Todesgruppe" vor Frankreich und den Holländern. 

Europameisterlich sind auch die österreichischen Fans, die im Zweifelsfall auch andere deutsche Missstände ansprechen:

"Nur weiße Spieler" düpieren Niederlande

Manch einer träumt längst davon, nach Dänemark (1992) und Griechenland (2004) zum nächsten Sensations-Europameister zu werden. Bis zu diesem unwahrscheinlichen Erfolg wären noch einige Hürden zu überwinden, aber es schadet sicherlich nicht, dass man nun in der namentlich "leichteren" Turnierhälfte ist. Eine solche Konstellation half vor acht Jahren bereits Portugal, als "Meister des Unentschiedens" zum EM-Titel zu stolpern. Aber das ist Zukunftsmusik: Das Hier und Jetzt ist der historische 3:2-Sieg gegen starke Holländer. Das österreichische Team lieferte dabei wohl die beste spielerische Leistung seit Cordoba 1978 ab, um ein Klischee zu bedienen.

Und beim Blick auf die Aufstellung fällt auf: Es ist kein Sieg der "Vielfalt", sondern des Willens. Von 16 eingesetzten Spielern hatte genau Marko Arnautovic überhaupt einen Migrationshintergrund. Der Rest ließt sich wie ein Telefonbuch in einem ländlichen Kuhdorf: Pentz, Wöber, Lienhart, Prass, Posch, Seiwald, Grillitsch, Schmid, Sabitzer, Wimmer, Baumgartner, Querfeld, Laimer, Gregoritsch, Weimann. All diese Mannen traten den Gegenbeweis an, nachdem eine deutsche Grünen-Politikerin solche Teams als Horrorvorstellung darstellte. Man wusste stets eine Antwort auf alles, was die orange Multikulti-Truppe aus den Niederlanden an den Tag legte. 

"Bunte Teams" als Politikum & Strohmann

Nicht, dass ich einige "fremde" Spieler als Schande wahrnehme. Ein bisschen Salz passt in jede Suppe, zu viel Salz macht sie ungenießbar. Ich weiß um die Verdienste des verletzten "non-playing captain" Alaba. Der im Wiener Dialekt redende, gläubige Christ spielte sich in die Herzen der Österreicher - die Systempresse konnte ihn nicht mal "anschießen", als sein Schwiegervater-in-spe als Mitwisser der "Rentner-Rollatoren-Revolution" impliziert wurde. Die dunkelhäutigen Spieler Danso & Mwene spielten zwei grandiose EM-Partien. Allerdings sei der *hüstel* Fingerzeig erlaubt, dass diese anders als Antonio Rüdiger auch nicht lauthals "Sierra Leone!" in die Kamera brüllen.

Klar, dass sie nicht spielten, lag auch daran, dass man keine Gelbsperre riskieren wollte. Aber: Übrig blieben 16 "Weißbrote", die ihre Arbeit am Platz überzeugend erledigten. Die größte österreichische Fußball-Sensation seit Jahrzehnten fuhr eine Mannschaft ein, deren Zusammensetzung man in westlichen Ländern für unmöglich hielt und letztmalig bei den treffend benannten "All Whites" aus Neuseeland auffiel, die bei der WM 2010 als einzige Mannschaft ungeschlagen blieben. Es geht um das Politikum, den Bevölkerungsaustausch bei den Sporthelden sichtbar als vermeintlichen "Glücksfall" zu postulieren, und daher die "Teamsuppe" geradezu überwürzen zu wollen.

Multikulti allein schießt keine Tore

Auch in Österreich verweist man längst auf die Leistungen von Migrantenkindern im Sport, um damit auf krude Weise das Multikulti-Experiment zu befördern. Und nun tut man sich auch im Sommersport schwer mit dieser Argumentation: Die beiden sensationellen Medaillen bei der Leichtathletik-EM, die noch überraschenderen Goldmedaillen bei der Schwimm-EM und nun die Sternstunde der ÖFB-Elf wurden von phänotypischen Europäern errungen. In Zeiten, in denen es als schändlich gilt, die Umkehrung der ethnischen Mehrheitsverhältnisse zu benennen, sind solche Erfolge letztendlich doch Balsam auf die geplagte Seele.

Zu offensiv wurde die Propaganda gefahren, dass Länder wie Frankreich, England, Holland, Portugal oder Deutschland seien im Fußball aufgrund offener Grenzen erfolgreich. Da wirkt es für Beobachter weniger wie eine Europameisterschaft, sondern wie ein Wettbewerb, wer einst die aggressivere Kolonialpolitik fuhr. Aber das Volk will sich mit "seinem" Nationalteam identifizieren. Dafür sollte es repräsentativ für das Land sein: Die Einheimischen in der Mehrheit im Team ausmachen, vielleicht verfeinert durch ein paar Migranten  - aber nicht das halbe Team. Das meinen jene 21% der Deutschen, die laut Umfrage gerne "mehr Weiße" in der DFB-Elf sähen. Hartgesottene Rassisten sind sie nicht.

Auch die DFB-Elf fuhr einen Großteil ihrer großen Erfolge mit bestenfalls wenigen Migranten im Team ein:

Pannen-Regierung sonnt sich im Glanz

Was das erfolgreiche ÖFB-Team noch so zeigt: Wer sich aller im Schatten seines Erfolges sonnen will. In sozialen Medien kursieren Bilder von ÖVP-Nationalratspräsident Sobotka, eskortiert von einem halben Hofstaat an Leibwächtern bzw. Polizisten. "McKanzler" Nehammer und sein grüner Vizekanzler Kogler (ja, dieser Mann ist tatsächlich unser Sportminister, kein Witz!) lichteten sich mit den siegreichen Spielern ab. Als wäre der Erfolg ein Verdienst der Pannen-Regierung! Böse Zungen munkeln: Zeigte unser Team dieselbe Performance wie Schwarz-Grün, würde es das eher - in Anlehnung an Toni Pfeffers legendären Sager beim 0:9 gegen Spanien - "nimmer hoch gewinnen".

Die ÖVP-Medienministerin brauchte sogar mehrere Anläufe, um den korrekten Tabellenplatz zu verinnerlichen...:

Aber zum Glück gilt im polit-medialen Komplex stets: Dümmer geht immer. Denn eine "Falter"-Redakteurin sah das hochnotpeinliche Nehammer/Kogler-Bild als Herausforderung an. Sie echauffierte sich in der Folge darüber, dass auf dem Bild nur Männer zu sehen wären. Einmal davon abgesehen, dass das bei einem Herren-Fußballturnier ähnlich überraschend ist wie die weibliche Belegung in einem Frauenhaus: Hat sie denn all die Spieler überhaupt gefragt, als welche der 71 Geschlechter-Identitäten der LGBTQIA+-Agenda, die sicher auch dem Zentralorgan der Lifestyle-linken Blase geläufig sind, sich diese überhaupt identifizieren?

Völker schaffen sich Verständigung selbst

Spaß beiseite: Die EM hat natürlich ihre politische Relevanz. Etwa, weil Regierungen gerne im Windschatten sportlicher Großereignisse problematische Dinge beschließen, die für die Bürger für ein Aufwachen mit mehr Überwachung, höheren Steuern & Co. führen (Der Status berichtete). Schon die alten Römer wussten, dass man die Bürger mit "Brot und Spielen" ruhig stellen und ablenken konnte. Entsprechend lohnt es sich, auch dieser Tage mit wachsamen durch die Welt zu gehen. Und sich nicht vom runden Leder gänzlich alle Sinne vernebeln zu lassen. Dennoch: Wer hinter der Fassade von Sinn & Zweck von "Brot und Spielen" versteht, darf sie auch auskosten. 

Fußball ist ein emotionaler Sport des einfachen Volkes, der weltweit Abermillionen bewegt. Wo das Messen der Nationalteams als "Königsdiszplin" gilt, gerade WEIL sich Länder und Völker und nicht nur mit Geld zusammengekaufte Legionäre messen. Der völkerverständigende Charakter des Sports zeigt sich dann von seiner schönsten Seite, wenn die richtige Mischung aus Rivalität, Respekt und stolzer Heimatverbundenheit aufeinander treffen. Und sei's, wenn man einfach nur gemeinsam jene "bösen Lieder" gemeinsam absingt, die die Eliten auf die Palme bringen (Der Status berichtete). In diesem Sinne: Döp dödö döp - und ein dreifaches "immer wieder Österreich". 

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