Aufbruch bei den Karlstagen: Junge Patrioten wollen Europa retten und gestalten
Am vergangenen Wochenende trafen sich in Thüringen Teilnehmer aus dem In- und Ausland zu den sogenannten Karlstagen, einer noch jungen rechtsgerichteten politischen Veranstaltungsreihe. Im Mittelpunkt stehen Vorträge und Diskussionen über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Europa und wie man diese in eine andere Richtung lenken kann. Die Veranstaltung zeigt erneut die Macht, die das Vorfeld sich mittlerweile erkämpft hat.
Die Karlstage
Letztes Wochenende fanden im wunderschönen Thüringen die Karlstage statt. Bei diesen handelt es sich um ein rechtes Vortrags- und Vernetzungs-Wochenende. Das Motto der Veranstaltung war „Reshaping Europe“ was so viel wie Neugestaltung Europas bedeutet. Die Vorträge wurden auf Englisch gehalten, trotzdem bestand der Großteil des Publikums aus Deutschen und Österreichern. Ein doch großer Teil des Publikums kam allerdings aus dem Ausland, besonders aus England aber auch aus Amerika, Schweden und Australien.
Die Veranstaltung war die zweite ihrer Art und aufgrund des Erfolgs der ersten, die letztes Jahr stattfand, sponsorten Blitzwissen und der Jungeuropa Verlag die Veranstaltung. Dies zeigt schon, wie relevant diese noch junge Veranstaltung für das Vorfeld ist. Ich habe sie besucht und werde im Folgenden erläutern, wie ich die Veranstaltung empfand und was sie im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen ähnlicher Art auszeichnet.
Die Vorträge
Die Vorträge wurden von Rednern, die einen Pitch eingereichten und genommen wurden, sowie Vorfeld-Bekanntheiten, wie dem Schattenmacher, gehalten. Neben einigen Vorträgen zu Geschichte und Mythologie drehte sich die Mehrheit der Vorträge darum, was man konkret als Einzelperson tun kann, um politisch zu wirken und sich für Deutschland einzusetzen.
Der Vortrag des Schattenmachers mit dem Titel „Was getan werden kann muss auch getan werden“ handelte davon, wie man sich an linken Think-Tanks ein Vorbild nehmen kann und versuchen soll, solche Strukturen von politisch rechter Seite aufzubauen. Allerdings könnte es zur großen Hürde werden für solche Strukturen die finanzielle Grundlage zu schaffen, da das Partizipieren an ebensolchen einen unwiederbringbar politisch verbrennt und somit eine finanziell abgesicherte Zukunft bieten können muss. Als Beispiel für solche Think-Tanks welche die politische Landschaft formen nennt er die Amadeo-Antonio-Stiftung die eine finanzielle Basis von rund 100 Millionen Euro hat.
Ein weiterer Sprecher war der, besonders in der politischen Sphäre Englands bekannte, politische Akteur Edward Dutton. Dieser zerlegte historisch fundiert das Narrativ, dass Churchill ein Vorbild und ein für England guter Politiker gewesen sei. Die Kernbegründing basierte auf Churchills Biografie, die sehr viele Lügen und Unwahrheiten enthält. Churchill habe außerdem maßgeblich zum Ende des britischen Imperiums beigetragen und somit Politik gegen die Interessen des englischen Volkes gemacht.
Ein weiterer Interessanter Vortag war der des Schwedens „The Golden One“, dieser mag den meisten Lesern nicht bekannt sein, er ist allerdings in der Jugend ein sehr bekannten politischen Akteur. Er hat durch seinen Aktivismus auch bereits diverse Konsequenzen durch den schwedischen Staat erhalten. Sein Vortrag plädierte für ein Vereinigen der europäischen Rechten, ganz nach dem Motto: „Unsere Gegner arbeiten über Ländergrenzen hinweg zusammen, um zu Siegen müssen wir uns dieser Methoden bedienen“. Der Vortrag fand symbolisch am Ende der Veranstaltung statt, denn genau diese europäische Zusammenarbeit und Vernetzung war ein großer Bestandteil der Konferenz.
Die Vorträge bildeten ein breites Meinungsbild innerhalb des rechten Spektrums ab und dadurch gab es einige Diskussionsgrundlage. Nach den Vorträgen gab es dann ausreichend Zeit sich über den eben gesehenen Vortrag auszutauschen und nach dem letzten Vortrag des Tages konnte man sich schließlich ausführlich mit den anderen Teilnehmern unterhalten und Kontakte knüpfen.
Jung und politisch engagiert
Angekommen am Veranstaltungsort fiel sofort das - der Veranstaltung würdig gewählte - Hotel ins Auge. Dieses war ganz für die Veranstaltung vorgesehen. Durch gelungene Diskretion hinsichtlich des Veranstaltungsortes war die Veranstaltung außerdem nicht von Antifa-Fotografen und sonstigen linken Störenfrieden geprägt. Außerdem galt ein striktes Handyverbot. Besucher mussten sich folglich keine Sorgen machen, auf irgendeine Weise Karriere oder Sozialleben zu riskieren, indem sie an den Karlstagen teilnahmen.
Trotz nicht vorhandener Altersregelung, wie sie beispielsweise die Akademie in Schnellroda hat, war der Altersdurchschnitt ziemlich jung, etwa zwischen 20 und 30 Jahren. Die Veranstaltung wirkte wie eine politische Kaderschmiede, die auf Ideenfindung und personelles sowie ideologisches Wirken junger Menschen in der Politik abzielte. Die Veranstaltung erfüllte also durchaus den Anspruch rechte junge Menschen politisch zu bilden und somit die politische Zukunft Deutschlands mitzuprägen.
Ein Zeichen des kulturellen Sieges
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Karlstage eine gelungene und aufstrebende politische Veranstaltung sind, die besonders durch Besucher wie auch Veranstaltungsort politische Ideenbildung und Wirken fördert. Außerdem gab sie verschiedensten Akteuren des Vorfelds die Möglichkeit sich miteinander zu vernetzen. Im Gegensatz zu anderen rechten Veranstaltungen zeigt diese, dass trotz großer Teilnehmerzahl (in diesem Fall weit über 100) eine rechte Veranstaltung nicht von Antifa-Gegendemos und Fotografen geprägt sein muss. Allein das gesittete Gelingen der Veranstaltung ist somit ein gutes Zeichen für die politische Rechte.
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