WDR dreht frei: Trump mitschuld an Schaffner-Totschlag in Deutschland
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Die tödliche Prügelattacke eines Schwarzfahrers auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz schockiert weiterhin ganz Deutschland. Im Nachlauf versuchen sich Medien nun behäbig in einer Ursachensuche. Originell wird dabei der WDR: Dieser zitiert einen Soziologen, der einen "gesamtsgesellschaftlichen Verrohungstrend" verantwortlich macht. Dabei vollbringt die Interviewerin zudem das Kunststück, die US-Präsidentschaft von Donald Trump über mehrere Ecken der Hirnakrobatik als Puzzlestein zu suggerieren.
Soziologe mit rotem Stallgeruch
Mehrere Tage nach der Attacke verstarb der alleinerziehende Vater Serkan C. (36) an seinen Verletzungen. Als tatverdächtig des Totschlags gilt ein griechischer Staatsbürger - laut einem dortigen Medium mit arabisch klingendem Namen - der inzwischen in Luxemburg wohnen soll. Zur Einordnung der Tat in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext lud der WDR den Wuppertaler Soziologen Joris Steg ein. Der ehemalige Gastautor der SPD-Parteizeitung "vorwärts" ist der Sohn von Thomas Steg, früher Redenschreiber von SPD-Kanzler Gerhard Schröder, dann Medienberater im Wahlkampfteam des nunmehrigen SPD-Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und inzwischen VW-Cheflobbyist.
In seiner Forschungskarriere beschäftigte sich Joris Steg u.a. mit Krisendynamiken in modernen kapitalistischen Gesellschaften sowie zuletzt mit politischer Gewalt gegen Amtspersonen. Er ortet bei seinem Besuch in der "Aktuellen Stunde" einen "gesamtgesellschaftlichen Verrohungstrend", der sich gegen Personen richte, die in staatlich gelesenen Berufen arbeiten: Bahnmitarbeiter, Spitals-Personal, Journalisten, Lehrer, Einsatzkräfte. Schon dies erscheint als kühner Einordnungsversuch, doch es kommt noch dicker. Denn die WDR-Interviewerin Susanne Wieseler schaffte es, der Unterhaltung eine abenteuerliche politische Schlagseite zu verpassen.
Irre: Trump soll quasi mitgemordet haben
Denn sie fragt in der Folge allen Ernstes: "Hat das auch was mit der Gesamtgemengelage zu tun? Also, wir erleben, dass Donald Trump und andere in der Welt das Recht des Stärkeren leben und nicht mehr aufs Völkerrecht setzen." Quasi: Wenn die USA missliebige Regierungen in Venezuela entfernen und ihre Fühler nach Grönland ausstrecken, dann ist das irgendwie die geistige Brandstiftung für Schwarzfahrer mit Migrationshintergrund, die in deutschen Zügen einen Schaffner totprügeln. Steg sieht zwar "keinen unmittelbaren Zusammenhang", bejaht aber, dass das "Recht des Stärkeren" dazu führe, dass sich "Gewaltbereitschaft, auch die Bereitschaft zu Kriegen" durchsetze.
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter sorgt auch in NRW für Entsetzen. Soziologe Joris Steg spricht in der "Aktuellen Stunde" von einem "gesamtgesellschaftlichen Verrohungstrend", der sich immer mehr in Gewalt entlade.https://t.co/Vmc5R0fyl2 pic.twitter.com/wr8PMFR2a0
— WDR aktuell (@WDRaktuell) February 5, 2026
Argumentative Brücke zu "Hass im Netz"
Aber Steg schafft es trotzdem, irgendwie Andersdenkende zu markieren: "In den Gesellschaften erleben wir eben vor allem zunächst einmal eine Enthemmung der Sprache, gerade im digitalen Raum". So finde man gerade im Internet zunehmend "Respektlosigkeiten, Unflätigkeiten, Beleidigungen, Bedrohungen".Er behauptet, dass sich durch Verschiebung der "Grenzen des Sagbaren" irgendwann auch die Grenzen legitim angesehener Handlungen verschieben würden. So könne sich dann "sprachliche Gewalt sogar in rohe physische Gewalt übersetzen".
Eine gefährliche Vorstellung, wenn man bedenkt, dass Regierungskritik in Deutschland inzwischen mitunter als "verbale Gewalt" gedeutet wird. Und tatsächlich: Steg bedauert eine vermeintlich zu geringe Anzeigenmoral bei "Hass im Netz" und ist ein großer Fan von "HateAid". Dies gab er vor rund anderthalb Jahren in einem Interview mit "mitmischen.de", dem Jugendportal des Bundestags, zu Protokoll. Detail am Rande: Zwei leitende Vetreterinnen der mit Steuermillionen finanzierten Einrichtung "Hate Aid" haben aufgrund ihres Kampfes gegen das freie Wort inzwischen ein Einreiseverbot in den USA.
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