'Kein Boulevard': Tagesschau schweigt zu Mädchenmord durch Iraker
Hintergrund: New York-air, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Liana: Screenshot via X; Symbolbild: Freepik; Komposition: Der Status.
Es hat inzwischen schon einige Regelmäßigkeit: Ein Migrant verübt eine brutale Bluttat gegenüber einer jungen Frau - und der Staatsfunk hat irgendeine Ausrede, um nicht in seinen Hauptnachrichten über den Vorfall zu berichten. Im Fall des Bahnsteig-Mordes an Liana K. (16) durch einen Iraker wird ein RBB-Journalist nun besonders kreativ: Bei der "Tagesschau" handle es sich um "kein Boulevard-Format". Für Aufregung sorgt dabei auch, dass ein Beitrag über "Catcalling" sehr wohl relevant genug für diese war...
Schweigsam bei Frauenmord durch Migranten
Dass der Staatsfunk bei brutalen Verbrechen gegen Frauen nicht zu Unrecht als "Lückenpresse" gelten mag, lernten viele Deutsche schon vor 9 Jahren. Damals schockierte der Vergewaltigungsmord an Maria L. (19) durch einen Afghanen ganz Deutschland. Die "Tagesschau" hingegen berichtete nicht und rechtfertigte dies mit der angeblich nur "regionalen Bedeutung" des Falles. Diese Art der "Rechtfertigung" kritisierten damals sogar diverse Mainstream-Medien und sogar der "Deutsche Journalisten-Verband" (DJV).
Im Fall des Mordes an Liana K. (16) am helllichten Tag in Friedland in Niedersachsen feiert die lückenhafte Berichterstattung nun fröhliche Urständ. Das Mädchen wurde am Heimweg von ihrer Ausbildungsstelle von einem abgelehnten Asylanten aus dem Irak vor einen Zug gestoßen. Ein Journalist des konservativen Mediums "NiUS" kritisierte die neuerliche Schweigsamkeit in der "Tagesschau" nach diesem Verbrechen - und die Ausflüchte, nachdem einzig der MDR unter allen ARD-Staatsfunken berichtete, klingen ähnlich.
Freitag, 29. August: Tagesschau berichtet nicht über die Tötung von Liana K. durch einen irakischen Asylbewerber in Friedland.
— Jan A. Karon (@jannibal_) September 2, 2025
Samstag, 30. August: Tagesschau berichtet nicht über die Tötung von Liana K. durch einen irakischen Asylbewerber in Friedland.
Sonntag, 31. August:… pic.twitter.com/xAGQARpyNJ
RBB-Journalist: "Kein Boulevard-Format"
Stein des Anstoßes war offenbar der Hinweis auf die Prioritäten der "Tagesschau". Diese berichtete in den fünf Tagen, seitdem der Iraker tatverdächtig ist, kein einziges Mal über den Mädchenmord, brachte aber u.a. ein Segment unter, in dem es um "Catcalling" ging, das die SPD unter Strafe stellen will. Beispielhaft wurde darin problematisiert, dass ein liebestoller Mann zu einer Frau an einer Bushaltestelle sagte, dass er im nächsten Leben gerne ein Hund sei, damit ihn "auch so schöne Frauen an die Leine nehmen."
Dass das als berichtenswerter zum Thema der "Gewalt an Frauen" gilt als der x-te brutale Frauenmord durch einen ausreisepflichtigen Migranten, dürften viele Bürger anders sehen. Doch auf die offene Kritik des NiUS-Kollegen reagierte ein RBB-Teamleiter allergisch: "Warum verschweigen Sie, dass die Tagesschau-Sendung kein Boulevard-Format ist und was die offizielle Begründung ist, Mordtaten nur im Ausnahmefall aufzugreifen? Und warum verschweigen Sie den Anlass für die Berichterstattung zum Catcalling?"
Der inzwischen gelöschte Beitrag des "ÖRR-Blog" zur Einordnung eines RBB-Journalisten:

Die Relevanzkriterien des Staatsfunks...
Doch die Sache ist damit nicht aus. Der staatsfunkkritische "ÖRR Blog" fasste die Sache so zusammen: "Die Tagesschau berichtet in der 20Uhr-Hauptausgabe nicht über den Tod von Liana K., weil die Tagesschau 'kein Boulevard-Format' ist" und hängt den Beitrag des RBB-Journalisten an. Der reagierte entzürnt und befragt "Medienrechtsexperten", ob man sich "als Privatperson Verdrehungen eigentlich gefallen lassen" muss. Das hatte offenbar Wirkung: Denn inzwischen löschte der "ÖRR Blog" den Beitrag...
Übrigens: Nicht nur bei der ARD ist die Berichterstattung auf Sparflamme gehalten. Das ebenfalls öffentlich-rechtliche ZDF verzichtete bislang gänzlich auf Artikel über den Mord an der 16-Jährigen. Worüber man zuletzt hingegen - ebenso wie übrigens die "Tagesschau" - berichtete: Einen gleich alten Jugendlichen, der sein Zimmer nicht aufräumen wollte und deshalb die Polizei rief. Sonderbare Relevanzkriterien sind das bei den Zwangsgebühren-Sendern...
Habe ich das richtig verstanden, über den 16-Jährigen, der sein Zimmer nicht aufräumen will, berichtet das ZDF, über die 16-Jährige, die der Iraker umbringt- nicht?
— Julian Adrat (@JulianAdrat) September 3, 2025
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