Deutschland, deine Prioritäten...

Absurd: Polizei ermittelt wegen 'L'amour toujours' in Jugenddisco

Kultur
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In Deutschland ermittelt die Polizei wegen eines Liedes in einer Kinder- & Jugend-Disco. Kein Scherz. Während Mord, Totschlag, Vergewaltigungen und Islamisierung immer mehr den Alltag dieses Landes prägen, wird ein Partyhit mit dem „falschen“ Refrain zum Gegenstand staatlicher Ermittlungen.

Reaktionell bearbeiteter Artikel aus unserer Kooperation mit JouWatch

Jugendliche singen "verbotenen Ohrwurm"

Konkret geht es um eine Veranstaltung in Brandenburg, bei der rund 100 bis 150 Kinder & Jugendliche gemeinsam gefeiert haben. Im Laufe des Abends wurde der bekannte Song „L’amour toujours“ gespielt. Was dann passierte, ist inzwischen vielfach dokumentiert: Mehrere Jugendliche begannen, den Song in seiner durch die "Sylt-Posse" bekannten Version mitzugrölen. Sätze wie „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ wurden im Takt der Musik skandiert. Ein Video davon landete im Netz – und setzte die ganze Dynamik in Gang.

Hintergrund ist eine Aufzeichnung der Gesänge aus der Falkenberger Diskothek „Blue Velvet“, die am Freitag von „Unteilbar Elbe-Elster“ auf Instagram veröffentlicht worden war. Die linke Gruppierung beklagte, Kinder ab elf Jahren würden dadurch „unwidersprochen mit menschenverachtendem Gedankengut“ ohne einen „Kommentar des DJs“ konfrontiert. Sie forderte den Geschäftsführer der Einrichtung auf, darzulegen, wie „solche Vorfälle“ künftig verhindert werden sollen.

Sogar Woidke mischt sich ein...

Brandenburgs SPD-Genosse Ministerpräsident Dietmar Woidke gibt den Empörten und verurteilt die Gesänge. „Jugendliche grölen Naziparolen und keiner greift ein“, beklagte er in einem Beitrag der Staatskanzlei auf Instagram am Samstag. „Ich bin fassungslos. Wir dürfen dazu niemals schweigen.“ Auch der Landrat von Elbe-Elster, Christian Jaschinski (CDU), kritisierte die vergangene Woche gesungenen „rassistischen“ Sprüche. „Solche Äußerungen sind inakzeptabel und haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

Prioritäten im "freiesten Deutschland aller Zeiten"

Man muss sich das einmal vor Augen führen: Behörden, Ressourcen, Zeit – alles wird darauf verwendet, einem solchen Vorfall nachzugehen. Nicht zum ersten Mal: Mitunter schickt man die Polizei sogar zu Ausländerinnen, welche bei Privatfeiern den "Ausländer raus"-Text trällern. All dies geschieht in einem Land, in dem Bürger täglich mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert sind. Steigende Preise, Wohnraummangel, überforderte Systeme, Sicherheitsfragen im öffentlichen Raum – die Liste ist lang.

Es wirkt wie ein Sinnbild für völlig verschobene Prioritäten. Während grundlegende Probleme ungelöst bleiben oder sich sogar verschärfen, konzentriert sich der Fokus auf symbolische Vorfälle, die medial ausgeschlachtet werden können. Die Realität vieler Menschen spielt dabei oft nur noch eine Nebenrolle. Der Fall zeigt vor allem eines: Es geht längst nicht mehr um Verhältnismäßigkeit. Es geht um Reaktion um jeden Preis.

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