WEF ohne Schwab: Halbherzige Zeitenwende im Globalisten-Mekka?
Am heutigen Abend beginnt der fünftägige WEF-Gipfel in Davos. Im vergangenen halben Jahrhundert galt das Treffen als berüchtigtes Globalisten-Schaulaufen. Politiker, Ideologen und Manager fanden sich bei "Great Reset"-Architekt Klaus Schwab zur Mauschelei ein. Doch diesmal steht der Gipfel unter einem anderen Stern: Der WEF-Gründer hat abgedankt, wird sich voraussichtlich nicht einmal dort blicken lassen. Dafür schaut angesichts der geopolitischen Lage alles gebannt auf den Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Für die schwarz-rot-pinke "Ömpel"-Regierung wird ÖVP-Kanzler Christian Stocker den Adabei spielen.
Globalisten-Gipfel erstmals nach Schwab
Die Hackordnung am Globalisten-Gipfel war jahrzehntelang klar: Regierungen aus aller Welt fanden sich zur vielzitierten "Befehlsausgabe" ein, um gleichgeschaltet die globale Transformations-Agenda der Eliten zu besprechen. Immer wieder kam es dabei zu ebenso erhellenden wie schockierenden Äußerungen. Von der Ukraine als Drehkreuz für die "Energiewende" über die Kontrolle aller alltäglichen Funktionen vom Geldverkehr bis hin zur Gedankensteuerung und allumfassender Kritiker-Zensur bis hin zu Möglichkeiten, mittels digitaler ID & Impfpässen den Zugang zu Bankkonten und Bildung zu regeln, war so ziemlich jede Teufelei dabei.
Galionsfigur war dabei seit 1971 stets WEF-Gründer Klaus Schwab, der die Agenda nach eigenem Gutdünken bestimmte. Der WEF-Gipfel war oft der Ort, wo globale Netzwerke und Eliten-Inititiaven geschaffen wurden. Auch die umstrittene Gates-Impfallianz "GAVI" entstand dort. Doch der "Globalisten-Zampano" ist tief gefallen. Nach Vorwürfen eines "Gott-Komplexes" folgte jene zu sexueller Belästigung und Machtmissbrauch, zeitweise hatte der 87-Jährige in seinem Wohnzimmer plötzlich "Hausverbot". Es übernahm zuerst Ex-Nestlé-CEO & Wasser-Privatisierungsfan Peter Brabeck, nach 4 Monaten reichte er das Zepter an BlackRock-CEO Larry Fink & Roche-Vizechef André Hoffmann weiter.
Der Kaiser ist tot, es leben die Könige?
Im ersten Jahr danach wird der Gründer völlig ausgeblendet. Er nimmt am WEF-Gipfel diesmal nicht teil, tritt auch sonst nicht in Erscheinung, selbst eine Würdigung für sein Lebenswerk bleibt aus. Er versucht sich aktuell mit einem Buch im Gespräch zu halten (skurriler Titel: "Restoring Truth and Trust"). Dort beklagt er "Desinformation" und institutionelles Versagen, preist den technologischen Fortschritt in Richtung "intelligentes Zeitalter" und plädiert dafür wie üblich für eine globale Eliten-Kooperation. Doch mder langjährige Chef-Einflüsterer ist Opfer seiner eigenen globalistischen Logik geworden: Alles ist vergänglich, fürs große Ganze werden Köpfe notfalls ausgetauscht.
Dies zeigt sich allein in den Worten, mit denen die "NZZ" den Ex-WEF-Programmdirektor Thierry Malleret, immerhin Schwabs "Great Reset"-Co-Autor zitiert: "Dass Schwab nicht da ist, macht keinen großen Unterschied". Dieser sei zwar nützlich und effektiv beim Aufbau der Globalisten-Netzwerke gewesen, doch Fink & Hoffmann könnten dies auch. Besonders ersterer habe ähnlich viel Erfahrung, mächtige Leute zusammenzubringen. Er warnt dennoch vor dem Bedeutungsverlust des WEF, während die neuen Co-Chefs sich ausgerechnet auf Schwabs Vision berufen und die Eliten-Agenda dennoch als alternativlos präsentieren: "Die Globalisierung endet nicht, sie entwickelt sich weiter."
Auch Stocker reist zum WEF
Tatsächlich kann sich das WEF trotz seines Umbruchs nicht beklagen: Satte 469 Mio. Franken an Einnahmen lassen es wirtschaftlich gut dastehen, und auch die Gästeliste ist prall wie nie zuvor. Die die "NZZ" dazu wörtlich: "Innerhalb des WEF seien die Angestellten besorgt um die Zukunft des Forums. Doch von außen betrachtet, sei es immer noch ein großer Erfolg. Tatsächlich sind mit 3000 Teilnehmenden, unter ihnen 64 Regierungschefs und 850 CEO, so viele 'leaders' wie noch nie dabei." Unter den Regierungschefs befinden sich mit Friedrich Merz (CSU) und Christian Stocker (ÖVP) auch die glücklosen, scheinkonservativen Kanzler aus Deutschland & Österreich.
Zwar wird Stocker keine große Rolle bei der WEF-Visite spielen, aber die Anwesenheit ist den Schwarzen eben wichtig. So sehr, dass konkrete Details des ohnehin mickrigen "Entlastungs"-Pakets in der Heimat warten müssen. Schon sein Parteifreund & Amtsvorgänger Karl Nehammer lehnte eine Zusammenarbeit mit der FPÖ, bei der letzten Nationalratswahl bekanntlich Wahlsiegerin, unter anderem deshalb ab, weil deren Parteichef Herbert Kickl globalistische Organisationen wie WEF & WHO mitunter scharf kritisiert. Die teure Luftraumüberwachung des Bundesheeres, früher nur in alternativen Medien ein Thema, findet dafür plötzlich auch im Mainstream ihren Niederschlag...
Zweites großes Event nächste Woche: Trump weilt beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Beschützt wird er u. a. vom österr. Bundesheer, das von der Fliegerzentrale im Bunker in St. Johann in Salzburg aus den Luftraum über Großraum Davos, der nach Vorarlberg hineinreicht, mitüberwacht
— Michael Jungwirth (@MichelJungwirth) January 18, 2026
Übliche Verdächtige spielen eine Rolle
Grund dafür: Man hat eine Möglichkeit, einen Missstand, zudem man seit Jahren geflissentlich schwieg, diesmal Trump umzubinden. Denn der US-Präsident beehrt Davos wie schon 2018 und 2020 erneut. Er ist damit weiterhin neben Bill Clinton der einzige amtierende amerikanische Staatsschef, der das WEF-Treffen in diesem Jahrtausend beehrt. Freilich gilt für die USA, wie auch für andere Supermächte der "ersten Liga" wie Russland oder China, dass sie nicht als Bittsteller, sondern wenn, dann aus einer Position der Stärke nach Davos kommen. Und das heißt klotzen statt kleckern: Trump kommt diesmal gleich mit Kind, Kegel, fünf Ministern und der "Air Force One".
Dies wiederum verleitet nun die dänische Regierung, angesichts des Grönland-Streites, dem Gipfel fernbleiben zu wollen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der deutsche Kanzler Merz und andere europäische Regierungschefs wollen hingegen die Gelegenheit nutzen, um Trump in ein Gespräch zu verwickeln. Von diesen halten u.a. auch Macron (Frankreich) oder Sanchez (Spanien) eine Rede. Und auch andere übliche Verdächtige geben ihr Stelldichein, darunter EU-Chefin Ursula von der Leyen, IWF-Chefin Kristalina Georgieva, EZB-Chefin Christine Lagarde und Bill Gates. Auch die CEOs einschlägiger Konzerne wie Microsoft, Palantir oder JP Morgan werden eine Rolle spielen.
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