Immer tieferer NGO-Sumpf?

Schallenberg mittendrin: Neuer Globalisten-Thinktank operiert in Wien

Globalismus
Bild: © BMEIA/ Michael Gruber, Flickr, CC BY 2.0

Am Dienstag stellte sich die neue "Europe's Futures Initiatives (EFI) in Wien vor. Es handelt sich um einen globalistischen Thinktank, der Akteure weiterer Globalisten-Thinktanks miteinander vernetzt. In den Systemmedien als "Galionsfigur" präsentiert wurde dabei Ex-Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), doch er ist bei weitem nicht die einzige illustre Personalie. Kritik am "Versorgungsposten" für den abgehalfterten schwarzen Politiker und am drohenden Ausbau des "NGO-Sumpfes" kommt von der FPÖ.

Zwischen Soros-Freund & Ex-Alpbach-Chef

Der neue Thinktank soll "an Ideen arbeiten, damit wir gemeinsam ein Europa schaffen, auf das wir stolz sein können": Das sind die so inhaltlsleeren wie bedeutungsschwangeren Worte von Andres Treichl. Der Chairman der "Erste Stiftung", welche die EFI initiierte, war ursprünglich einmal Mitglied des ÖVP-Bundesvorstandes und bis zum Vorjahr der Ex-Chef des u.a. vom Soros-Netz unterstützten "European Forum Alpbach" (EFA), das als ältere, aber medienfernere Schwester des WEF-Gipfels in Davos gilt.

Gewinnen für diese Aufgabe konnte er u.a. den zweimaligen Kurzzeit-Kanzler & Ex-Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). Dieser suchte schon zu Amtszeiten die Nähe zu Globalisten-Netzen. Neben den obligaten Treffen in Davos & Alpbach reiste er u.a. zur Bilderberger-Konferenz in Lissabon und blieb tiefgreifende Auskünfte dazu schuldig. Regelmäßig traf er sich mit seinem "guten Freund" Alexander Soros, der inzwischen das Stiftungs-Imperium seines Vaters George übernommen hat - Der Status berichtete u.a. hier, hier und hier

Der globale Thinktank-Sumpf gründet tief

Der Ex-Politiker, dessen einst adelige Familie u.a. historisch enge Beziehungen zur Freimaurerei pflegte, ist aber nicht die einzige EFI-Personalie, der ein einschlägiger Ruf voraus eilt. Die EFI-Leitung übernimmt Francesco Rocchetti, bisher Generalsekretär des "Italian Institute for International Political Studies (ISPI)", dem ältesten Thinktank seines Landes, der sich als Stichwortgeber für Wirtschaftsbosse, politische Entscheidungsträger und NGO gleichermaßen versteht. Die im noblen "Palazzo Clerici" in Mailand beheimatete Denkfabrik hält mit den "Mediterranean Dialogues" jährlich eine geopolitische Konferenz mit entsprechender Schlagseite ab.

In einer Aussendung rühmt sich das EFI mit weiteren illustren Figuren. Darunter u.a. die italienische Politologin Nathalie Tocci, die bereits am WEF-Gipfel und an der "Münchener Sicherheitskonferenz" sprach. Sie arbeitete u.a. als Beraterin der aktuell unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und ist Mitglied beim von George Soros mitgegründeten "European Council on Foreign Relations" (ECFR). Dessen polnisches Büro wiederum leitete ihr neuer EFI-Kollege Piotr Buras, dessen Thinktank-Karriere bei der globalistischen Thinktank "Center for International Relations" begann. In deutschen Medien hetzte er als Gastautor u.a. gegen Trump, Orban & Co. 

Allerlei Globalisten von Rang & Namen

Ebenfalls mit an Bord ist mit Rosa Balfour die Europa-Direktorin des einschlägigen Carnegie-Stiftungsnetzes oder Valbona Zeleni, die u.a. für das "Atlantic Council" und die "Transatlantic Security Initiative" tätig ist. Sie hielt in Wien ebenso eine Rede wie Amanda Coakley vom Wiener "Institut für die Wissenschaften vom Menschen" (IWM) oder Veronica Anghel, die u.a. Essays darüber schrieb, wie patriotische Politiker in Osteuropa angeblich die Demokratie gefährden. Oder ein akademisches Paper über böse Coronakritiker, die in ihrer Welt irgendwo in der Schnittmenge zwischen "autoritären Rechtsextremen" und "anti-Impf-Fakenews" wandeln.

Ein "Presse"-Artikel erwähnt zudem noch u.a. den umstrittenen US-Politologen Francis Fukuyama ("Das Ende der Geschichte"), der sich u.a. hinter Obama & Biden stellte und im Zuge des Ukrainekonflikts zuerst einmal mit der radikalen Asow-Brigade für ein Foto posierte. Dazu kommen noch Bidens Vize-Außenminister James O'Brien, der u.a. das US-Sanktionsregime federführend mitbestimmte oder der tschechische Ökonom Tomas Sedlacek, der ebenfalls am WEF-Gipfel eine Rede hielt. Mit Ivan Krastev, dem Leiter des bulgarischen "Centre for Liberal Strategies" findet sich zudem ein ECFR-Mitgründer aus dem Umfeld der Soros-Uni unter den EFI-Fellows.

FPÖ kritisiert Schallenberg-Rolle

Dass mit Schallenberg ein ausrangierter schwarzer Politiker sich ebenfalls als "Galionsfigur" eines solchen Zusammenschlusses feiern lässt, stößt auf heftige Kritik von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz: "Der nächste Versager, der in seiner Regierungszeit nichts zustande bekommen hat, außer die Zügel für die Bevölkerung in seinem Corona-Wahnsinn stärker anziehen zu wollen, kommt jetzt daher und will uns erklären, wie die Welt funktioniert." Er habe einen Scherbenhaufen im Außenministerium hinterlassen und will sich jetzt "womöglich mit einer neuen NGO versorgen lassen". Das sei eine "Frechheit gegenüber jedem hart arbeitenden Steuerzahler." 

Die FPÖ will genau hinschauen, ob sich hier der nächste ÖVP-Politiker nach seinem politischen Abgesang "quasi über NGO-Förderungen alimentieren" lässt. Seine Partei wolle ergründen, ob und in welcher Höhe hier staatliche Gelder an die "Schallenberg-NGO" fließen. Besonders entlarvend sei dabei die Ausrichtung des neuen Thinktanks: "Während die Österreicher unter der Teuerung und der verfehlten Sanktionspolitik leiden, will Schallenberg mit seiner neuen NGO gegen Europas angebliche ‚Selbstaufgabe‘ ankämpfen. Das ist die reinste Brüsseler Propaganda, für die am Ende wieder der österreichische Steuerzahler auf die eine oder andere Weise zur Kasse gebeten wird."

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