Merz kriegsgeil beim WEF: 'Werden Grönland vor Russland schützen'
Bildzitat/Screenshot: YouTube/World Economic Forum
Eine martialische Rede hielt CDU-Kanzler Friedrich Merz beim WEF-Globalistentreffen in Davos. Er sprach von der Notwendigkeit massiver Investitionen in die Aufrüstung. Doch zugleich lässt er durchklingen, dass der wahre Bestimmer der transatlantischen Strategie weiterhin in Übersee sitzt. Denn betreffend Grönland erhebt nun auch er den Zeigefinger gegen Russland und kündigt an: Die deutsche Regierung sei bereit, u.a. Dänemark & Grönland vor der "Gefahr, die Russland darstellt", zu schützen.
Merz sieht in Grönland-Causa alt aus
Wie viel doch ein paar Tage verändern! Noch vor einer Woche schickte man mit großem medialen Tamtam 15 Bundeswehr-Soldaten nach Grönland, um den Bestrebungen des "bösen orangen Mannes über dem Teich", die weltgrößte Insel zu US-Territorium zu machen, entgegen zu treten. Nach der Ankündigung von Strafzöllen seitens Trump zog man aber rasch den Schwanz ein, beorderte die Soldaten zurück in die Heimat. Für diese hieß es "Duty Free statt Trutzburg", das Netz spottete. Plötzlich wurde daraus im Nachhinein eine "reine Aufklärungsmission" - Der Status berichtete über die Causa.
In der Zwischenzeit startete der WEF-Gipfel in Davos, am Tag seiner Rede - die USA kommen, wie andere Supermächte, in der Regel aus einer Position der Stärke, statt als Bittsteller - kündigte Trump nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär einen "Rahmenvertrag" zu Grönland sowie generell für die Sicherheit in der Arktis an. Die Strafzoll-Drohungen gegen 8 europäische Länder, darunter Deutschland, nahm er indes wieder zurück. Für Merz also nicht die beste Dramaturgie vor seiner eigenen Rede am Donnerstag. Er brauchte nun einen neuen Buhmann - und fand ihn einmal mehr in Form des russischen Erbfeinds...
Hier könnt ihr die Merz-Rede in voller Länge ansehen:
Will hohen Norden "vor Russland schützen"
In seiner Rede erklärte er: "Wir teilen die Überzeugung, dass wir als europäische NATO-Allierte mehr tun müssen, um den hohen Norden zu schützen, das ist ein gemeinsames, transatlantisches Interesse. Deutschland tut das, innerhalb der NATO-Zusammenhänge - und wir werden mehr tun. Unsere Nachbarn und Partner in Europa, darunter auch Dänemark und die Menschen auf Grönland, können sich auf unsere Solidarität verlassen. Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor den Gefahren schützen, die Russland darstellt." Dies sei eben die transatlantische Schuldigkeit, stellt Merz fest.
Künftig sollen Rüstungsausgaben satte 5% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen - wie von Washington schon länger gefordert. Schon zuvor hatte der CDU-Kanzler seine plötzliche Dankbarkeit dafür gezeigt, dass "die USA die russische Bedrohung in der Arktis ernst nehmen". Man bekomme dies selbst durch den "Winterkrieg" in der Ukraine sowie durch "hybride Attacken in der Ostsee" mit. Eine gewagte Aussage vor dem Hintergrund der "Nordstream"-Sprengung. Während die offizielle Version inzwischen ukrainische Täter benennt, brachte Seymour Hersh einst eine US-Anleitung zum Anschlag ins Spiel. Der ursprüngliche Versuch, den Energie-Terror den Russen anzuhängen, scheiterte jedenfalls...
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