Ihre Schande währt noch lange

Impfzwang nie bedauert: FPÖ-Kritik an 137 Systemparteien-Politikern

Corona
Parlament: Donald Judge, Flickr, CC BY 2.0; Impfung: Freepik; Schnedlitz: (C) Alois Endl (freigestellt); Komposition: Der Status.

Rund 4 Jahre nach dem skandalösen Corona-Impfpflicht-Beschluss haben sich die maßgeblichen Abgeordneten der Systemparteien nach wie vor nicht für den Sündenfall entschuldigt. Viele der damaligen "Scharfmacher" sind weiterhin in hohen politischen Positionen. Diesen Umstand sprach nun FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz neuerlich an, nannte die seinerzeitigen Impfpflicht-Abstimmer namentlich und kündigte zudem an, dass den fraglichen Herrschaften die Zeit der "gerechten Abrechnung" noch drohen würde.

Vor 4 Jahren trat Impfpflicht in Kraft

Eine unheilige Allianz aus ÖVP, SPÖ, NEOS & Grünen setzte sich über 180.000 kritische Stellungnahmen von Bürgern hinweg und beschloss am 20. Jänner 2022 eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Nur die FPÖ stimmte damals geschlossen gegen den staatlichen Zwang, dazu gesellten sich lediglich ein roter und vier pinke Abgeordnete, die gegen ihre Parteilinie stimmten. Zwei Wochen später segnete die Vierparteien-Corona-Einheitsfront das skandalöse Gesetz auch im Bundesrat ab, nur einen weiteren Tag später unterschrieb der grüne Bundespräsident Alexander van der Bellen dieses. 

Formell trat das Impfpflicht-Gesetz, dessen ursprüngliche Fassung sogar mit Haftstrafen für Stich-Vermeider kokettierte und bis zuletzt drakonische Geldstrafen vorsah, somit am 5. Februar 2022 in Kraft. Letztendlich wurde es freilich nie "scharfgestellt" - und, nachdem die Impfquote völlig in den Keller fiel - nach wenigen Monaten wieder abgeschafft. Für die meisten Vertreter der Systemparteien war die Sache damit erledigt. Es folgte eine halbseidene "Aufarbeitung", in der die seinerzeitige schwarz-grüne Regierung lediglich Fehler in der Kommunikation sah und sonst nichts bedauerte. Ex-ÖVP-Kanzler Karl Nehammer weigerte sich später sogar auf Nachfrage, sich zu entschuldigen. 

Kaum Entschuldigungen für Stichzwang

Bis heute hat sich daran wenig geändert: Obwohl man Millionen von Österreichern mit Entrechtung, Kündigungen, Zwangspfändungen & Co. drohte, sind sich die damaligen Verantwortlichen oft keiner Schuld bewusst. Viele von ihnen sitzen weiter - auf Kosten der Steuerzahler - auf ihrem Mandat im Nationalrat, teilweise sogar auf der Regierungsbank in Bund oder Ländern. Seitens der schwarzen Kanzlerpartei entschuldigten sich einzig die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Tirols Ex-Landeshauptmann Günther Platter jemals für die Impfpflicht - Der Status berichtete

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ruft dies nun in Erinnerung: "Rund vier Jahre ist es jetzt her, dass dieses Verbrechen an der Freiheit und der körperlichen Integrität sowie an der persönlichsten Selbstbestimmung der Österreicher begangen wurde. Und in all dieser Zeit hat keiner der über 140 Politiker aus Nationalrat und Regierung dafür um Entschuldigung gebeten. [...] All das und noch viel mehr haben wir nicht vergessen. Die Herrschaften mögen sich sicher fühlen, aber die Zeit der gerechten Abrechnung wird kommen!" Immerhin handle es sich beim Impfpflicht-Beschluss um "einen der dunkelsten Tage der Zweiten Republik".

"Scharfmacher" weiter in Spitzenpositionen

Er erinnerte, dass viele der damaligen 'Scharfmacher' immer noch oder wieder in Spitzenpositionen säßen: "Wir erinnern uns an die nunmehrige ÖVP-Landeshauptfrau von Salzburg und damalige Verfassungsministerin Karoline Edtstadler, die Ungeimpften eiskalt ausrichtete, dass sie sich eigentlich nicht mehr im Land aufhalten dürften. Oder an die heutige Außenministerin der Verlierer-Ampel, Beate Meinl-Reisinger, die aufrechte Patrioten und Freiheitskämpfer als 'Volksverräter' beschimpfte, um es später feige zu leugnen."

Doch es gelte auch an die 137 Mandatare zu erinnern, die damals für den Stichzwang stimmten, damit sich "niemand aus der Verantwortung stehlen kann". Diese seien der Meinung gewesen, sie könnten "bestimmten, was mit dem Körper und der persönlichen Integrität eines jeden Österreichers zu geschehen hat" und hätten somit vor rund 4 Jahren ihre "Hand für die Spaltung der Gesellschaft erhoben." 

Das sind die 137 Impfpflicht-Mandatare

Zu diesem Zweck veröffentlichte Schnedlitz die namentliche Liste aller 137 Abgeordneten der vier Systemparteien, die damals für die Impfpflicht stimmten. Wir reproduzieren diese in der Folge in - um die jeweilige Parteizugehörigkeit erweiterter - vollständiger, alphabetischer Form, wobei der Nachname entsprechend erstgenannt ist: 

  • Baumgartner Angela (ÖVP)
  • Bayr Petra (SPÖ)
  • Becher Ruth (SPÖ)
  • Berlakovich Nikolaus (ÖVP)
  • Bernhard Michael (NEOS)
  • Blimlinger Eva (Grüne)
  • Brandstätter Helmut (NEOS)
  • Brandstötter Henrike (NEOS)
  • Brandweiner Lukas (ÖVP)
  • Bures Doris (SPÖ)
  • Bürstmayr Georg (Grüne)
  • Deckenbacher Romana (ÖVP)
  • Diesner-Wais Martina (ÖVP)
  • Disoski Meri (Grüne)
  • Doppelbauer Karin (NEOS)
  • Drobits Christian (SPÖ)
  • Ecker Cornelia (SPÖ)
  • Egger Kurt (ÖVP)
  • Einwallner Reinhold (SPÖ)
  • El-Nagashi Faika (Grüne)
  • Engelberg Martin (ÖVP)
  • Erasim Melanie (SPÖ)
  • Eßl Franz Leonhard (ÖVP)
  • Feichtinger Elisabeth (SPÖ)
  • Fürlinger Klaus (ÖVP)
  • Gahr Hermann (ÖVP)
  • Gerstl Wolfgang (ÖVP)
  • Gödl Ernst (ÖVP)
  • Götze Elisabeth (Grüne)
  • Graf Tanja (ÖVP)
  • Grebien Heike (Grüne)
  • Greiner Karin (SPÖ)
  • Großbauer Maria (ÖVP)
  • Hamann Sibylle (Grüne)
  • Hammer Lukas (Grüne)
  • Hammer Michael (ÖVP)
  • Hanger Andreas (ÖVP)
  • Haubner Peter (ÖVP)
  • Hechenberger Josef (ÖVP)
  • Heinisch-Hosek Gabriele (SPÖ)
  • Herr Julia (SPÖ)
  • Himmelbauer Eva-Maria (ÖVP)
  • Hintner Hans Stefan (ÖVP)
  • Hofinger Manfred (ÖVP)
  • Höfinger Johann (ÖVP)
  • Holzleitner Eva-Maria (SPÖ)
  • Holzner Andrea (ÖVP)
  • Hörl Franz (ÖVP)
  • Hoyos-Trauttmansdorff Douglas (NEOS)
  • Jachs Johanna (ÖVP)
  • Jeitler-Cincelli Carmen (ÖVP)
  • Kaufmann Martina (ÖVP)
  • Keck Dietmar (SPÖ)
  • Kirchbaumer Rebecca (ÖVP)
  • Köchl Klaus (SPÖ)
  • Köllner Maximilian (SPÖ)
  • Kollross Andreas (SPÖ)
  • Kopf Karlheinz (ÖVP)
  • Koza Markus (Grüne)
  • Krainer Kai Jan (SPÖ)
  • Kucharowits Katharina (SPÖ)
  • Kucher Philip (SPÖ)
  • Kühberger Andreas (ÖVP)
  • Künsberg Sarre Martina (NEOS)
  • Kuntzl Andrea (SPÖ)
  • Leichtfried Jörg (SPÖ)
  • Lindner Mario (SPÖ)
  • Lindinger Klaus (ÖVP)
  • Lopatka Reinhold (ÖVP)
  • Marchetti Nico (ÖVP)
  • Matznetter Christoph (SPÖ)
  • Maurer Sigrid (Grüne)
  • Meinl-Reisinger Beate (NEOS)
  • Melchior Alexander (ÖVP)
  • Minnich Andreas (ÖVP)
  • Neßler Barbara (Grüne)
  • Neumann-Hartberger Irene (ÖVP)
  • Niss Maria Theresia (ÖVP)
  • Nussbaum Verena (SPÖ)
  • Obernosterer Gabriel (ÖVP)
  • Oberrauner Petra (SPÖ)
  • Ofenauer Friedrich (ÖVP)
  • Ottenschläger Andreas (ÖVP)
  • Pfurtscheller Elisabeth (ÖVP)
  • Pöttinger Laurenz (ÖVP)
  • Prammer Agnes Sirkka (Grüne)
  • Prinz Nikolaus (ÖVP)
  • Rausch Bettina (ÖVP)
  • Reimon Michel (Grüne)
  • Rendi-Wagner Pamela (SPÖ)
  • Ribo Bedrana (Grüne)
  • Rössler Astrid (Grüne)
  • Salzmann Gertraud (ÖVP)
  • Saxinger Werner (ÖVP)
  • Schallmeiner Ralph (Grüne)
  • Scharzenberger Corinna (ÖVP)
  • Schatz Sabine (SPÖ)
  • Scherak Nikolaus (NEOS)
  • Scheucher-Pichler Elisabeth (ÖVP)
  • Schmuckenschlager Johannes (ÖVP)
  • Schnabel Joachim (ÖVP)
  • Schroll Alois (SPÖ)
  • Schwarz Gabriela (ÖVP)
  • Schwarz Jakob (Grüne)
  • Seemayer Michael (SPÖ)
  • Seidl Julia (NEOS)
  • Shetty Yannick (NEOS)
  • Sieber Norbert (ÖVP)
  • Smodics-Neumann Maria 8ÖVP)
  • Smolle Josef (ÖVP)
  • Sobotka Wolfgang (ÖVP)
  • Stammler Clemens (Grüne)
  • Stark Christoph (ÖVP)
  • Steinacker Michaela (ÖVP)
  • Stocker Christian (ÖVP)
  • Stöger Alois (SPÖ)
  • Stögmüller David (Grüne)
  • Strache Philippa (parteilos)
  • Strasser Georg (ÖVP)
  • Tanda Alexandra (ÖVP)
  • Taschner Rudolf (ÖVP)
  • Tomaselli Nina (Grüne)
  • Totter Agnes (ÖVP)
  • Troch Harald (SPÖ)
  • Voglauer Olga (Grüne)
  • Weber Johann (ÖVP)
  • Weidinger Peter (ÖVP)
  • Weratschnig Hermann (Grüne)
  • Werner Katharina (NEOS)
  • Wimmer Petra (SPÖ)
  • Wimmer Rainer (SPÖ)
  • Wöginger August (ÖVP)
  • Yildirim Selma (SPÖ)
  • Yilmaz Nurten (SPÖ)
  • Zarits Christoph (ÖVP)
  • Zopf Bettina (ÖVP
  • Zorba Süleyman (Grüne)

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